Gabriele Basch
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Gabriele Basch arbeitet in Acryl und Lack auf Papier- und Folienschnitt. Eine stete Auseinandersetzung mit dem Raumbegriff ist ihr dabei wichtig. Was ist „Raum“? Wie lässt sich „Raum“ definieren? Auf welche Art und Weise entsteht er neu, sei es real oder fiktiv? Die Künstlerin beschäftigt sich mit Bildräumen, mit Räumen, die von ihren Werken eingenommen werden sowie mit Räumen, in denen wir – die Betrachtenden – uns bewegen. Und nicht zuletzt spricht sie Gedanken- und Gefühlsräume an; ihre eigenen und die Ihrer Adressaten. Gabriele Basch macht so das Sehen an sich zum Thema. Das sinnliche Wahrnehmen erschließt Fläche und Raum, Fülle und Leere, reale und imaginäre Phänomene. Und immer wieder verweisen die Werke der Künstlerin dabei auf den Raum „dahinter“. Oberflächen und Öffnungen gewähren einen Blick „hinein“ oder „hindurch“, wobei eine geheimnisvolle Aura des Gesamten präsent bleibt.
Gabriele Basch verfolgt ihren Weg, ausgehend von der zweidimensionalen Malerei, über dreidimensional wirkende Wandobjekte bis hin zu Rauminstallationen. Den Papierschnitt (Cut-out) hat sie schon früh für sich entdeckt. Sie gehört zu den Pionierinnen dieses Mediums. Bereits seit 1989 hat sie sich der Technik des Papierschneidens verschrieben und diese bis heute kontinuierlich weitergeführt und perfektioniert. Dabei stehen das Experimentieren mit Fläche und Raum sowie das Nebeneinander von Positiv- und Negativformen unter Einsatz oft kraftvoller, leuchtender Farben im Mittelpunkt ihres Interesses.
Vita: Gabriele Basch (*1964 in Bad Homburg) gehört mit ihrer raumgreifenden Malerei zu den prägenden Künstlerinnen der Gegenwart. Nach ihrem Studium an der HdK Berlin war sie Meisterschülerin bei Prof. H. J. Diehl. In Hamburg ist sie Professorin an der Hochschule für angewandte Wissenschaften. Sie lebt in Berlin.
Ankaufspreis: 15.000 €