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Finale – Director’s Cut

Einblicke in das Wachsen einer Sammlung

Finale – im Fußball wäre es ein Endspiel, für das Museum des Bezirksverbands Pfalz, das sich vornehmlich der Kunst vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart widmet, ist es die kommende Ausstellung, die zahlreiche Ankäufe und Schenkungen der zurückliegenden drei Jahrzehnte zu einem abwechslungsreichen Parcours zusammenstellt. Die Schau würdigt damit die Leistung von Britta E. Buhlmann, die als Direktorin zwischen 1994 und 2021 die Kunstsammlung des Museums ausgebaut und entscheidend geprägt hat. Im Frühjahr 2022 steht an der Spitze des mpk ein Wechsel an. Die Direktorin hat noch einmal einen letzten Blick auf Ankäufe und Schenkungen geworfen und aus ihnen eine sehr persönliche Auswahl getroffen – zum Abschied eben ein Director‘s Cut.

Der Besuch zahlreicher Messen und Ausstellungen, die Begegnung und Beschäftigung mit Künstlerinnen und Künstlern boten für Britta Buhlmann und ihr Team in den zurück-liegenden Jahrzehnten willkommene Anlässe, neue Werke für das Museum zu erwerben. Umfangreich sind auch die Schenkungen, mit denen Künstler, Sammler und Galerien das Haus bedacht haben. Manche der Arbeiten wurden als Ergänzung bestehender Sammlungsbestände erworben, andere sind singuläre Positionen, die sich jedoch im Laufe der Jahre zu einer Übersicht über zeitgenössische künstlerische Denkansätze verbunden haben. Es kristallisieren sich einerseits zahlreiche Stilrichtungen und andererseits Themenkomplexe heraus, die in unregelmäßigen Abständen durch Wechselausstellungen ins Bewusstsein unserer Besucherinnen und Besucher gebracht wurden und werden.

Die Klassische Moderne erhielt Zuwachs durch bedeutende Werke von Otto Dix, Hermann Scherer und Carl Buchheister, die Skulpturenabteilung durch wichtige Positionen von François Morellet, Karin Sander, Kiki Smith, Werner Pokorny und anderen. Ein neuer Sammlungsbereich mit Arbeiten amerikanischer Künstlerinnen und Künstler wie Carmen Herrera, Charles Pollock und Richard Pousette-Dart wurde etabliert. Nicht wenige Positionen konnten im mpk erstmals einem deutschen oder sogar europäischen Publikum vorgestellt werden.

Als besonderes Abschiedsgeschenk für ihre Direktorin bereitet das Team des mpk seit mehr als einem Jahr die umfangreiche Ausstellung Finale vor. Die ausgewählten Arbeiten werden eindrucksvoll zeigen, wie qualitätvoll die Kunstsammlung des Hauses seit den 1990er Jahren angewachsen ist, gerade auch im Bereich der Konkreten Kunst, die einen wichtigen Schwerpunkt bildet. Malerei und Plastik, aber auch stärker konzeptuelle Verfahren wie die Lichtkunst, lassen sich in der Sonderausstellung anhand von herausragenden Objekten eingehend studieren und werden spannungsvolle Dialoge anregen, vielleicht gar kontroverse Fragen aufwerfen. Man darf gespannt sein, wie die Kuratorinnen und Kuratoren die 1,3 Millionen Sandkörner von Jochem Hendricks, die leuchtende Neonröhren von François Morellet und die stimmungsvollen, teils abstrahierten Landschaften von Walter Leistikow, Daniel Sigloch und Michael Growe miteinander ins Spiel bringen. Eines ist sicher: Für das mpk bedeutet die Ausstellung keinesfalls einen Schlusspfiff, sondern den Auftakt zu neuen Perspektiven.

Bitte beachten: Die Ausstellung erstreckt sich über drei Ebenen und ist in vollem Umfang bis zum 13.02.2022 präsentiert. Einzelne Bereiche werden für die anschließenden Ausstellungen umgebaut. Die Werke der Ausstellung sind wie folgt zu sehen:

Ebene 2 (Labor und Graphisches Kabinett) bis 13.02.2022
Ebene 3 (Oberlichtsaal) bis 13.03.2022
Ebene 0 (Schauräume) bis 15.05.2022

Kurator:innen: Dr. Annette Reich, Dr. Svenja Kriebel, Dr. Sören Fischer,
Andrea Löschnig M.A., Hanna Diedrichs gen. Thormann M.A.