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ohne Titel (Frisierschrank für Tempe a Pailla)
1932/34 | Eiche, Kork | © Vitra Design Museum, Weil am Rhein, Inv. MST-1136

Der Frisierschrank ist eine reduzierte Variante eines für das Schlafzimmer im E.1027 entwickelten Schranks. Für Roquebrune wurde er aus Glas, Holz, Kork und Aluminiumblech gefertigt und diente als Raumteiler zwischen Schlaf- und Ankleidebereich. Diese auf Holz und Kork reduzierte Variante hingegen zeigt viel Transparenz. Nicht die Teilung der Räume ist das Ziel, sondern ein unmittelbareres Zusammenspiel zwischen Innen und Außen.

Eileen Gray entwarf den Schrank für das Badezimmer ihres zweiten Hauses, das sie 1934/35 in Menton weit abgelegen, oberhalb der Küste für sich baute. Als Ort des Rückzugs waren die Räume weniger auf Besuch, sondern mehr auf ein konzentriertes Arbeiten ausgerichtet. Vielleicht rührt auch daher die Reduktion der Materialien des Schranks. Mit einer Tür links und drei schwenkbaren Schubladen rechts erscheint er sehr schlicht, aber nicht einfach. Das Spiel von Innen und Außen zeigt sich besonders in einem Detail: Die kreisrunden Aussparungen dienen zum einen für ein leichtes Öffnen der Schubladen zum anderen auch als minimaler Einblick durch die Tür in den Schrank –  auf sich kreuzende Bodenbretter des dahinter liegenden Fächer. Geometrische Linien verbinden sich mit dem Raum, und ein strenges Raster wird mit subtiler Varianz vermieden; So auch im die Seite wechselnden Spiel von offenen und geschlossenen Fächern.