Sonderveranstaltungen

Pressemittelung der Stiftung zur Förderung der Kunst in der Pfalz

Freitag, 05.05.2017, 19 Uhr

Die Stiftung zur Förderung der Kunst in der Pfalz verleiht am 5. Mai 2017 um 19 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern den Holbach-Preis an die Bildende Künstlerin Paloma Varga Weisz.
Die Preisverleihung nimmt der Vorsitzende der Stiftung, Dr. Bernd Goldmann, vor.
Die Laudatio spricht Drs. Guido de Werd, ein ausgewiesener Kenner des Werks der Künstlerin.

Über die Vergabe des Preises entschied eine Jury, der Barbara Auer (Direktorin Kunstverein Ludwigshafen), Dr. Britta E. Buhlmann (Direktorin Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern), Markus Clauer (Feuilleton, Die Rheinpfalz) und Prof. Heike Kern (TU Kaiserslautern) angehörten.

Paloma Varga Weisz, 1966 in Mannheim geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Neustadt an der Weinstraße. Nach einer Holzbildhauerlehre in Garmisch-Partenkirchen studierte sie bei Tony Cragg und Gerhard Merz an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihr vielfältiges Werk, das Skulpturen, Installationen, Aquarelle und Zeichnungen umfasst, wird national und international rezipiert und wurde z. B. bereits 2005 auf der Biennale in Venedig und 2012 im Museum of Modern Art, New York gezeigt. Bevorzugt arbeitet die Künstlerin mit Holz und Keramik; kunsthistorische Referenzen zu Dürer und Rembrandt sowie eine geheimnisvolle, psychologische Tiefe zeichnen das Werk der Künstlerin aus. Ihre oftmals surreal anmutenden Skulpturen werden bühnenhaft inszeniert; sie "berühren und überwältigen durch handwerkliche Präzision, Erhabenheit, Subtilität, ikonografische und kunsthistorische Referenzen" so das Urteil der Jury.

Der Vorstand der Stiftung hat den Holbach-Preis ins Leben gerufen und zum ersten Mal 2015 an den Essayisten Dr. Wolfgang Sofsky verliehen. Der Preis ist mit 12.000 € dotier tund wird im Turnus von zwei Jahren alternierend in den Bereichen Literatur, Bildende Kunst und Musik für das Gesamtwerk vergeben. Voraussetzung ist der biografische Bezug der Auszuzeichnenden zur Pfalz.

Der Holbach-Preis soll die pfälzische Verbundenheit wie auch die Weitläufigkeit des Paul Henri Thiry d'Holbach (1723– 1789) widerspiegeln, aber auch dessen Gelehrsamkeit, umfassendes Wissen in den Wissenschaften und Künsten. Paul Henri Thiry d'Holbach stammt aus Edesheim und kam durch seinen Onkel nach Paris. Er studierte in Leiden Rechts- und Naturwissenschaften, war Mitglied verschiedener Gelehrtengesellschaften, so der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften, der Russischen Akademie der Wissenschaften und der Kurpfälzischen Akademie der Wissenschaften. Er hatte ein breit gefächertes Wissen, war ein großer Übersetzer und Enzyklopädist und sehr an Musik und den Künsten interessiert.

Für die Stiftung zur Förderung der Kunst in der Pfalz

Barbara Auer und Prof. HeikeKern


Eröffnung der Ausstellung "nzaul d´auter" (irgendwo anders), Skulpturen und Zeichnungen von Walter Moroder

Freitag, 19.05.2017,19 Uhr
Es sprechen: Theo Wieder (Vorsitzender des Bezirkstags Pfalz), Dr. Britta E. Buhlmann (Direktorin des mpk) und Dr. Annette Reich (Kuratorin er Ausstellung)

Vom 20. Mai bis zum 13. August 2017 sind im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern in den Schauräumen des Erdgeschosses Skulpturen, Zeichnungen und großformatige Xylographien von Walter Moroder zu sehen. Die Ausstellung wird am Freitag, dem 19.Mai, um 19 Uhr, eröffnet. Es sprechen Theo Wieder, Vorsitzender des Bezirkstags Pfalz, Dr. Britta E. Buhlmann, Direktorin des mpk und Dr. Annette Reich, Kuratorin der Ausstellung.

Der Werküberblick im mpk zeigt in nuancenreichen Facetten die Auseinandersetzung von Walter Moroder mit der menschlichen Figur.Der Künstler stellt existenzielle Fragen nach dem Dasein an sich. Damit rückt er auch die Selbstwahrnehmung in den Mittelpunkt seiner und unserer Betrachtungen. Aufrecht stehen seine lebensgroßen, meist weiblichen Holzfiguren im Raum – alleine oder in einer Gruppe. Ihre Präsenz erfüllt den Ort, den sie einnehmen und zugleich verändern. Eine irritierende Atmosphäre entsteht. Scheinbar vertraut und zugleich fremd muten diese entrückten Wesen an. Ihre Körper wirken beseelt. Erwartungsvoll, staunend, beunruhigt oder in sich gekehrt sind die Figuren anwesend und doch scheinen sie einer anderen Welt anzugehören, als seien sie „irgendwo anders", unbestimmt an welchem Ort, derZeit enthoben. Ihre minimale Gestik und Mimik lässt individuelle Gefühle ahnen, Stimmungen, Befindlichkeiten unterschiedlicher Art, die jedoch uneindeutig bleiben. Einige der Werke Moroders, so auch die Arbeit „Drap" von 2012 aus der Sammlung des mpk, tragen Titel in ladinischer Sprache.

Neben den Skulpturen werden entsprechend ausdrucksstarke Graphiken gezeigt, die das figürliche Motiv variieren. Es sind sensible, formal extrem reduzierte Zeichnungen mit Tusche ,Deckfarben oder Pastellkreide und großformatige Drucke, deren Motive mit Hammerschlägen auf den jeweiligen Bildträger aus Holz aufgebracht wurden.



Familienführung

Ernst Ludwig Kirchner, Frühlingslandschaft, 1909, Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern © mpk
Ernst Ludwig Kirchner, Frühlingslandschaft, 1909, Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern © mpk

Sonntag, 02.04.2017, 11 Uhr

Familienführung
Wenn alles grünt und blüht!
Andrea Löschnig

 

„Wenn alles grünt und blüht" lautet das Motto, mit dem wir den Frühlingsanfang feiern. Dazu betrachten wir die zarten Knospen im Wiener Prater, die Tina Blau-Lang auf die Leinwand gezaubert hat und vergleichen damit das Blütenmeer von Ernst Ludwig Kirchner. Mit schnellen zügigen Pinselstrichen malt er blühende Obstbäume auf einem Feld. Das Bild wirkt so, wie ein Frühlingstag sein sollte: Frisch und lebendig.

Nach den Bildbetrachtungen malen wir im Atelier – Erwachsene und Kinder – eigene Bilder mit großen Bäumen in voller Blüte. Pinsel und Naturschwämme kommen dabei zum Einsatz. Die Farben werden auf dem Bild direkt gemischt, nach dem Vorbild der Impressionisten.

In der Familienführung haben alle Teilnehmenden eine Stimme. So gelingt es die Sicht der Kinder jener der Erwachsenen gegenüber zu stellen. Die spielerische Herangehensweise an die Bildbetrachtung ermöglicht einen leichten Zugang zu den Kunstwerken.

Um Voranmeldung unter 0631-3647-205 oder info@mpk.bv-pfalz.de wird gebeten.

Eintritt:

Kinder 3,00 €
Erwachsene 6,00 €
Familie 1E + 2K 10,00 €
Familien 2E + 2K 15,00 €
Materialkosten inklusive

 


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