KUNST(früh)STÜCK, Kunst und Kulinarisches

An jedem letzten Sonntag im Monat, um 11 Uhr, laden wir Sie zu unserer Reihe KUNST(früh)STÜCK ins mpk ein. Freuen Sie sich auf einen besonderen Kunstgenuss. Das gemeinsame Betrachten von Werken in der Ständigen Sammlung oder in einer der aktuellen Sonderausstellungen aktiviert die Sinne und schärft die Wahrnehmung. Ein vielseitiges Buffet im Anschluss spricht nicht nur die Augen, sondern auch den Gaumen an.

Reservieren Sie sich aufgrund der großen Nachfrage bitte frühzeitig einen Platz. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden. Bis zu einem festgesetzten Termin, den wir Ihnen mitteilen, muss der Eintrittspreis auf unserem Konto eingegangen sein, andernfalls verfällt ihre Anmeldung.

 

Kommende Ausgabe

Abb.: Walter Moroder, Würde, 2007 (vorne), Zirbelkiefer, Acryl, H 172 cm; Viv, 2007 (hinten), Zirbelkiefer, Acryl, Sägemehl, Glasaugen, H 182 cm, ALTANA Kunstsammlung, Bad Homburg. Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © Walter Moroder
Walter Moroder, Würde, 2007 (vorne, Detail), Zirbelkiefer, Acryl, H 172 cm; Viv, 2007 (hinten, Detail), Zirbelkiefer, Acryl, Sägemehl, Glasaugen, H 182 cm, ALTANA Kunstsammlung, Bad Homburg. Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © Walter Moroder

Sonntag, 30.07.2017, 11 Uhr

„Irritierende Ruhe", Walter Moroder im Künstlergespräch mit Dr. Annette Reich, mpk, in der Sonderausstellung „nzauld'auter (irgendwo anders) – Walter Moroder"

Da die Veranstaltung ausgebucht ist, findet am Samstag, 29. Juli, um 17 Uhr, bei mindestens 25 Teilnehmern, ein Zusatztermin statt.

Ihre Präsenz erfüllt den Ort, den sie einnehmen und zugleich verändern. Eine irritierende Atmosphäre entsteht. Scheinbar vertraut und zugleich fremd muten die lebensgroßen, meist weiblichen Holzfiguren von Walter Moroder an. Der Betrachter vermag sich ihnen kaum zu entziehen. Nähert er sich, verspürt er sogleich das Gefühl, ihnen nicht zu nahe treten zu dürfen, da eine eigentümliche, unnahbare Aura sie umgibt.

Interessanterweise schafft Moroder keine Figurentypen, die sich wiederholen und kategorisieren lassen, sondern jeweils Einzelwesen mit individueller Ausstrahlung. Die Skulpturen variieren in Farbigkeit, Materialität, Arbeitsweise und nicht zuletzt in ihrer geistig-seelischen Ausstrahlung. Dennoch ist eine Wesensgleichheit spürbar. Eine aufmerksam angespannte Haltung bestimmt den Gesamteindruck der Figuren, in der Ruhe und Unruhe, Anwesenheit und Abwesenheit gleichermaßen spürbar sind. Dass sich über die jeweilige äußere Hülle ein nicht eindeutig fassbares Innenleben vermittelt, gehört zu den Wesensmerkmalen der Kunst Moroders. „Eine Skulptur empfinde ich als beendet, wenn ich den Zustand erreiche, der mich beunruhigt", sagt der Künstler. Im Gespräch wird Walter Moroder einen Einblick in seine Arbeitsweise und seine Intention geben.

Walter Moroder steht mit seinen Holzskulpturen in der Tradition der Schnitzkunst seiner Heimat, dem Grödnertal. Das dort über Jahrhunderte gepflegte Handwerk wurde mittlerweile weitgehend von industrieller Massenproduktion verdrängt. Losgelöst von diesem Prozess hat Moroder einen eigenen Weg als bildender Künstler gefunden. 1963 in St. Ulrich, Südtirol, geboren, studierte er, nach seiner Lehre in der väterlichen Werkstatt, Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Auslandsaufenthalte führten ihn unter anderem in die USA, nach Mexiko, Guatemala und Indonesien. Seit 2001 arbeitet Moroder freischaffend.

Ein Frühstücksbuffet im Foyer des Museums lädt im Anschluss an das Gespräch zu Stärkung und weiterer Kommunikation ein. Die Gäste können gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €.
(Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 20.07.2017.
(T. 0631 3647 -201)

Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden.

 

KUNST(spät)STÜCK

Walter Moroder, Würde, 2007 (vorne, Detail), Zirbelkiefer, Acryl, H 172 cm; Viv, 2007 (hinten, Detail), Zirbelkiefer, Acryl, Sägemehl, Glasaugen, H 182 cm, ALTANA Kunstsammlung, Bad Homburg. Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © Walter Moroder

Samstag, 29.07.2017, 17 Uhr

„Irritierende Ruhe", Walter Moroder im Künstlergespräch mit Dr. Annette Reich, mpk, in der Sonderausstellung „nzauld'auter (irgendwo anders) – Walter Moroder"

Die Veranstaltung findet am Samstag, 29. Juli, um 17 Uhr, bei mindestens 25 Teilnehmern statt.

Ihre Präsenz erfüllt den Ort, den sie einnehmen und zugleich verändern. Eine irritierende Atmosphäre entsteht. Scheinbar vertraut und zugleich fremd muten die lebensgroßen, meist weiblichen Holzfiguren von Walter Moroder an. Der Betrachter vermag sich ihnen kaum zu entziehen. Nähert er sich, verspürt er sogleich das Gefühl, ihnen nicht zu nahe treten zu dürfen, da eine eigentümliche, unnahbare Aura sie umgibt.

Interessanterweise schafft Moroder keine Figurentypen, die sich wiederholen und kategorisieren lassen, sondern jeweils Einzelwesen mit individueller Ausstrahlung. Die Skulpturen variieren in Farbigkeit, Materialität, Arbeitsweise und nicht zuletzt in ihrer geistig-seelischen Ausstrahlung. Dennoch ist eine Wesensgleichheit spürbar. Eine aufmerksam angespannte Haltung bestimmt den Gesamteindruck der Figuren, in der Ruhe und Unruhe, Anwesenheit und Abwesenheit gleichermaßen spürbar sind. Dass sich über die jeweilige äußere Hülle ein nicht eindeutig fassbares Innenleben vermittelt, gehört zu den Wesensmerkmalen der Kunst Moroders. „Eine Skulptur empfinde ich als beendet, wenn ich den Zustand erreiche, der mich beunruhigt", sagt der Künstler. Im Gespräch wird Walter Moroder einen Einblick in seine Arbeitsweise und seine Intention geben.

Walter Moroder steht mit seinen Holzskulpturen in der Tradition der Schnitzkunst seiner Heimat, dem Grödnertal. Das dort über Jahrhunderte gepflegte Handwerk wurde mittlerweile weitgehend von industrieller Massenproduktion verdrängt. Losgelöst von diesem Prozess hat Moroder einen eigenen Weg als bildender Künstler gefunden. 1963 in St. Ulrich, Südtirol, geboren, studierte er, nach seiner Lehre in der väterlichen Werkstatt, Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Auslandsaufenthalte führten ihn unter anderem in die USA, nach Mexiko, Guatemala und Indonesien. Seit 2001 arbeitet Moroder freischaffend.

Ein Buffet im Foyer des Museums lädt im Anschluss an das Gespräch zu Stärkung und weiterer Kommunikation ein. Die Gäste können gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €.
(Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 20.07.2017.
(T. 0631 3647 -201)

Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden.

Vergangene Ausgaben

Walter Moroder, Drap, 2012, Detail, Linde, Acryl, Mooreiche, H 171 cm, Foto: mpk, © Walter Moroder
Walter Moroder, Drap, 2012, Detail, Linde, Acryl, Mooreiche, H 171 cm, Foto: mpk, © Walter Moroder

Sonntag, 25.06.2017, 11 Uhr

Diesseits – Jenseits", Pfarrer Andreas Henkel, Friedenskirche Kaiserslautern, im Gespräch mit Dr. Annette Reich, mpk, in der Sonderausstellung „nzaul d'auter (irgendwo anders) – Walter Moroder"

Walter Moroder stellt existenzielle Fragen nach dem Dasein an sich. Ebenso wie mit dem Leben beschäftigt sich der in Südtirol beheimatete Bildhauer mit Vergänglichkeit und Tod. Die Körper seiner meist aufrechtstehenden Figuren, die er aus Holz schnitzt und bemalt, scheinen beseelt. Erwartungsvoll, staunend, beunruhigt oder in sich gekehrt sind diese entrückten Figuren körperlich anwesend und doch scheinen sie einer anderen Welt anzugehören, als seien sie geistig „irgendwo anders", unbestimmt an welchem Ort, der Zeit enthoben.

Im abendländischen Kulturraum wirkt die Auffassung eines Körper-Geist-Dualismus, wonach sich die unsterbliche Seele durch den Tod vom sterblichen Körper trennt, bis in das Denken der Gegenwart. Welche Vorstellungen verbinden sich mit dieser Grenzüberschreitung vom Diesseits ins Jenseits? Gibt es ein Jenseits und wie sieht es aus?

Der Geist, die Seele als innerstes Wesen von Mensch und Natur weist über das sinnlich Erfahrbare hinaus. Die Skulpturen Moroders variieren in Farbigkeit, Materialität, Arbeitsweise und nicht zuletzt in ihrer geistig-seelischen Ausstrahlung. Dennoch ist eine Wesensgleichheit spürbar. Welche Empfindungen und Stimmungen stellen sich beim Betrachten ein? Und welche Bedeutung bekommt die Selbstwahrnehmung in der Konfrontation mit dem jeweiligen Gegenüber? Diese und andere Fragen werden aus theologisch-philosophischer sowie kunsthistorischer Sicht beleuchtet und sollen zur Diskussion anregen.

Ein Frühstücksbuffet im Foyer des Museums lädt im Anschluss an das Gespräch zu weiterer Kommunikation in lockerer Atmosphäre ein. Die Gäste können gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

 

Abb.: Michael Dekker, Durchblick I, 2015, Acryl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto: mpk,© Michael Dekker
Abb.: Michael Dekker, Durchblick I, 2015, Acryl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto: mpk,© Michael Dekker

Sonntag, 28.05.2017, 11 Uhr

„Malerei und Plastik – Connections",
Künstlergespräch mit Michael Dekker in der Sonderausstellung „Schnittstellen –Bestandsprobe IV", moderiert
von Dr. Annette Reich, mpk

Der Plastiker Michael Dekker verlässt zuweilen sein hauptsächliches Medium und wendet sich der Malerei zu. Seine kleinformatige Arbeit in Acryl auf Leinwand mit dem Titel „Durchblick I" von 2015, verbindet malerische Auffassung mit plastischer Intention. Die im Raum schwebenden grau-in-grau gehaltenen Farbbahnen bestechen durch ihre Lebendigkeit und Energie. In der Sonderausstellung „Schnittstellen – Bestandsprobe IV" ist dasWerk in Verbindung mit dem 2009 entstandenen Wandobjekt „Orange Möbius" von Julia Farrer zu sehen, das Dekkers Formfindung in die dritte Dimensionu mzusetzen scheint.

Welche Schnittstellen, Berührungspunkte interessieren den Künstler besonders?

Welche Connections, Verbindungen zwischen den Kunstgattungen finden sich in seinem eigenen Schaffen und wie entwickelt er seine Raumkonzepte? Diese und andere Fragen wird Michael Dekker im Gespräch beantworten und damit einen Einblick in seine Arbeitsweise aus erster Hand geben.

Michael Dekker wurde 1983 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Nach einer Ausbildung zum Landwirt studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf Bildhauerei und wurde Meisterschüler von Anthony Cragg. Dekker lebt und arbeitet in Wuppertal und Düsseldorf. 2014 bekam er im Rahmen des Pfalzpreises für bildende Kunst in der Sparte Plastik den Nachwuchspreis zugesprochen.

 

Trauernder Engel, Werkstatt des Niclaus Gerhaert von Leyden, um 1462, Nussbaumholz, geschnitzt, gefasst, vergoldet, Foto und © mpk
Trauernder Engel, Werkstatt des Niclaus Gerhaert von Leyden, um 1462, Nussbaumholz, geschnitzt, gefasst, vergoldet, Foto und © mpk

Sonntag, 30.04.2017, 11 Uhr

"Engel - Geflügelte Wesen", Gespräch mit
Martin Wolf, Pastoralreferat, Katholische Hochschulgemeinde Kaiserslautern/Homburg und Dr. Annette Reich in der Ständigen Sammlung

In unserer Vorstellung bevölkern Engel den Himmel. Sie erscheinen in Träumen, greifen in irdische Geschicke ein, schützen uns vor Unheil. Als Mittler zwischen himmlischer und irdischer Sphäre, zwischen Gott und der Welt, werden Engel oft als geflügelte Wesen dargestellt. Diese Darstellungen reichen weit in die Geschichte zurück und variieren in Ausdruck, Haltung und inhaltlichem Kontext.

Der „Trauernde Engel", um 1462 in der Werkstatt des Niclaus Gerhaert von Leyden entstanden, und „Ladybird" aus dem Jahr 2001 von Kiki Smith, sind Gegenstand des Gespräches in der Ständigen Sammlung des mpk. Bei der spätgotischen Holzskulptur handelt es sich um einen der vier Engel, die den Hochaltar von St. Georg in Nördlingen zierten. Die weibliche bronzene Aktfigur „Ladybird" trägt Blätter, Federn oder Flügel auf ihrem Rücken. Engel oder undurchschaubares Wesen aus der Welt der Mythologie?

 

 

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