KUNST(früh)STÜCK, Kunst und Kulinarisches

An jedem letzten Sonntag im Monat, um 11 Uhr, laden wir Sie zu unserer Reihe KUNST(früh)STÜCK ins mpk ein. Freuen Sie sich auf einen besonderen Kunstgenuss. Das gemeinsame Betrachten von Werken in der Ständigen Sammlung oder in einer der aktuellen Sonderausstellungen aktiviert die Sinne und schärft die Wahrnehmung. Ein vielseitiges Buffet im Anschluss spricht nicht nur die Augen, sondern auch den Gaumen an.

Reservieren Sie sich aufgrund der großen Nachfrage bitte frühzeitig einen Platz. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden. Bis zu einem festgesetzten Termin, den wir Ihnen mitteilen, muss der Eintrittspreis auf unserem Konto eingegangen sein, andernfalls verfällt ihre Anmeldung.

 

Sonntag, 29.04.2018, 11 Uhr

Max Slevogt, Der Trifels, 1917, Öl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto und © mpk
Max Slevogt, Der Trifels, 1917, Öl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto und © mpk

„Die Burg Trifels – Malerisches Motiv im Pfälzer Wald"
Gespräch in der Sonderausstellung „Max Slevogt" mit Dr. Sabine Klapp, Direktorin des Instituts für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern, und Dr. Annette Reich, mpk

Die Burg Trifels, oberhalb der südpfälzischen Kleinstadt Annweiler gelegen und heute Wahrzeichen des Pfälzerwaldes, wurde im Jahr 1081 erstmalig erwähnt. Während der Stauferzeit unter Kaiser Barbarossa erlebte die Burg eine Zeit höfischer Prachtentfaltung und war, wenn auch mit Unterbrechungen, für 150 Jahre Aufbewahrungsort der Reichskleinodien Krone, Zepter und Reichsapfel. Hier saß der englische König Richard Löwenherz 1193 als Gefangener, ehe er für ein stattliches Lösegeld freigekauft wurde.
Immer wieder wählten Maler den Trifels als Motiv, so auch Max Slevogt. 1917 entstand sein repräsentatives Ölgemälde, mit dem er der Burg ein malerisches Denkmal setzte. In winterliches Licht getaucht, erhebt sie sich nahezu majestätisch in der Landschaft.
Zur Geschichte und zum heutigen Erscheinungsbild gibt es Interessantes über das einstige Zentrum kaiserlicher Macht und heute beliebte Ausflugsziel, zu erfahren.

Im Anschluss an das Gespräch lädt ein Frühstücksbuffet die Gäste zum Verweilen ein. Nach der kulinarischen Stärkung besteht die Möglichkeit, das ein oder andere Kunstwerk von Max Slevogt in der Sonderausstellung näher zu betrachten und einen Blick in den neu eingerichteten Slevogtsaal des Museums mit Malerei von Hans Purrmann, Albert Weisgerber und Oskar Moll zu werfen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €
(Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 19.04.2018.
Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de bzw. telefonisch (0631 36 47 -201) verbindlich bestellt werden.

 

Vergangene Ausgaben

Sonntag, 25.03.2018, 11 Uhr (Beginn Sommerzeit)

Max Slevogt, Winterlandschaft bei Neukastel, 1927, Öl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto und © mpk

„Aus Bayern in die Pfalz. Der Maler Max Slevogt"
Rundgang durch die Sonderausstellung „Max Slevogt"
mit Dr. Annette Reich

Porträts, Figuren, Still-Leben und Landschaften gehören zu Max Slevogts malerischem Werk. Die meisten seiner Landschaften sind in der Pfalz entstanden, in der Gegend um Landau, wo der Maler oberhalb des Dorfes Leinsweiler das Landgut Neukastel, Sommersitz der Familie, besaß. Eigentümer zuvor war sein Schwiegervater Dr. Peter Finkler, der als Architekt den achteckigen Turm mit Zinnen gebaut hatte. Am 8. Oktober 1868 im bayerischen Landshut geboren, kam Slevogt erstmals als junger Mann nach Neukastel, kannte jedoch die Gegend schon als Kind, da er bei seiner Tante in Landau gelegentlich die Ferien verbracht hatte. Der erste Besuch auf Neukastel fiel zeitlich etwa mit dem Beginn des Akademiestudiums in München seit 1885 zusammen. Bis 1901, der Übersiedlung nach Berlin, hat Slevogt Neukastel immer wieder besucht. Dort entstanden im Jahre 1931 auch seine letzten Pfälzer Landschaften. Ihre spätherbstliche Farbigkeit verweist auf den Abschied von einem erfüllten Leben. Max Slevogt starb am 20.9.1932 in Neukastel im Alter von fast 64 Jahren.

Der Rundgang durch die Ausstellung bietet die Möglichkeit, das vielfältige Werk Slevogts aus dem Bestand des mpk gemeinsam zu entdecken. Im Anschluss wartet ein Frühstück mit Weißwurst und Brezen auf die Besucher. Die Gäste können untereinander ins Gespräch kommen, gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €
(Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 15.03.2018.
Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de bzw. telefonisch (0631 36 47 -201) verbindlich bestellt werden.

 

 

Sonntag, 25.02.2018, 11 Uhr

Malte Spohr, pw 2, 2016, Farb- und Bleistift auf Bütten, Galerie Inga Kondeyne, Berlin. Foto Markus Hawlik, Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

„Der Linie auf der Spur"
Rundgang in der Sonderausstellung „Malte Spohr – Aufzeichnungen. Arbeiten 1994 bis 2018"
Jessica Neugebauer M.A.


Malte Spohr überführt das Medium der Zeichnung ins 21. Jahrhundert. Er gilt als einer der wichtigen zeitgenössischen deutschen Zeichner und stellt im mpk rund 50 Werke aus, die zwischen 1994 und 2018 entstanden sind. In einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung sind wir Spohrs Linie auf der Spur. Zeilenartig bedeckt er seine meist kleinen Formate mit neben- und übereinander gereihten horizontalen Linien. Er bewegt sein Hilfsmittel – das Lineal – von oben links nach unten rechts; genauso wie im westlichen Kulturkreis ein Blatt mit Schrift gefüllt wird. Durch unterschiedliche Abstände, die Intensität und die Frequenz der Linien, entstehen Werke, die uns an Wolkenformationen, Wasserspiegelungen, Weltraumbilder oder Licht- und Schattenspiele erinnern.

Diese Verbindungen zu Naturphänomenen liegen in Spohrs Arbeitsprozess begründet. Angeregt wird er durch eigene Fotografien, die während seinen Spaziergängen verschiedene Lichtsituationen einfangen. In einem weiteren Schritt überträgt er die Fotografien auf den Computer und bereinigt deren Form. Anschließend entstehen seine präzisen Zeichnungen in einer von ihm selbst begrenzten Farbskala: Schwarz und Grau, sowie Blau und verschiedene Rot- und Brauntöne finden sich in seinen Werken.

Im Anschluss an den gemeinsamen Rundgang lädt ein Frühstücksbuffet die Museumsbesucher zum Verweilen ein. Die Gäste können untereinander ins Gespräch kommen, gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €
(Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 15.02.2018 (T. 0631-3647-201). Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden.

 

 

Sonntag, 28.01.2018, 11 Uhr

Holzkästchen mit Geheimfächern, Ahorn gebeizt,  Süddeutschland 17. Jahrhundert.  Foto und © Schell Collection, Graz

Familienfrühstück
zur Ausstellung „Ohne Schlüssel und Schloss? Chancen und Risiken von Big Data"
Andrea Löschnig M.A. und Sabrina Noß M.A.

Jeder hat Geheimnisse: Erwachsene, Kinder, Familien, Länder ... Mit wem teilt man seine Geheimnisse? Wo versteckt man sie? In der Sonderausstellung „Ohne Schlüssel und Schloss? Chancen und Risiken von Big Data" vergleichen wir Verstecke in alten Möbelstücken, Verschlüsselungen durch Drehscheiben und Maschinen sowie Schlüssel und Schlösser mit heutigen Medien und Ihren Möglichkeiten der Verschlüsselung und des Versteckens. Danach gestalten Kinder und Erwachsen gemeinsam ein „Familienversteck"! Was da wohl hineinkommt?


Das anschließende Familienfrühstück bildet den Höhepunkt und gemeinsamen Ausklang im Museum.

Preise:
Erwachsene 15 Euro, Kinder 6 Euro, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 Euro
(Preise inkl. Eintritt und Material)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 18.01.2018 (T. 0631  3647-201);
Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden.

 

Sonntag, 26.11.2017, 17 Uhr

Foto und © Veronika Sergl-Vahlenkamp

KUNST(spät)STÜCK
DADA-Revue mit Moritz Stoepel und Christopher Herrmann

„Literaturtheater mit Cello-Fantasien von Dada Zürich bis zur Wiener Gruppe"


Ob Dadaismus, Surrealismus oder konkrete Poesie, nie wurde mit Sprache so gespielt wie in den letzten 100 Jahren. Der Schauspieler und Rezitator Moritz Stoepel nimmt Sie mit auf eine phantasievolle Reise und verwandelt lautpoetische, scheinbar sinnlose Sprach- und Wortspielereien, satirische und absurde Texte zu spannenden Minidramen.
Den Texten von Hugo Ball, Emmy Ball-Hennings, Hans Arp, Richard Huelsenbeck, Kurt Schwitters, Konrad Bayer, H.C. Artmann u.a. verleiht Moritz Stoepel mit ausdrucksstarkem Spiel eine manchmal scheinbar bis zum Wahnsinn verfallene Intensität. Die Vertonungen einzelner Texte mit Piano und Gitarre stammen aus seiner eigenen Feder.
Christopher Herrmann ist ihm dabei ein kongenialer musikalischer Partner, der mit Cello, Piano und Gitarre Klangphantasien entstehen lässt, die mit den Texten zu einer virtuosen, emotionalen Einheit verschmelzen. Gemeinsam gehen die beiden Künstler über Grenzen hinweg und erlauben sich an diesem Abend einfach alles: Ohrenverführung, Traumwelt-Reisen und Geistesschmaus.
Weitere Informationen unter: http://www.moritzstoepel.de/ und www.christopher-herrmann.com

Das KUNST(spät)STÜCK findet im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe KUNST(früh)STÜCK statt und es wird im Anschluss an die Veranstaltung ein Buffet geben, dass der Tageszeit entsprechend „bespätstückt" ist.

Preise:
Kombiticket: Revue und Buffet 28,50€ (Schüler/Studenten: 18,50€)
Ticket: Revue ohne Buffet 17€ (Schüler/Studenten: 7€)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 16.11.2017 (T. 0631 3647 -201).
Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden.

 

Sonntag, 29.10.2017, 11 Uhr (Ende Sommerzeit)

Charles Pollock, Untitled, 1966, Acryl auf Leinwand, 183 x 127 cm, Privatsammlung, München, Courtesy american contemporary art GALLERY, München. Foto und © Charles Pollock Archives

„Augen-Blicke, Farberfahrungen", Dr. med. Markus Schwarz, Facharzt für Augenheilkunde, Kaiserslautern, im Gespräch mit Dr. Annette Reich, mpk, in der Sonderausstellung „Pollock der Ältere. Meister der Farbe"

Charles Pollock fand während der 1940er- bis 1970er-Jahre in facettenreichen Werkgruppen zu einer überzeugenden eigenen Handschrift. Die zum Teil großformatigen Gemälde des zehn Jahre älteren Bruders von Jackson Pollock, dieser gilt als der bedeutendste Vertreter des amerikanischen „Action Painting", zeigen, mit welch experimentellem Potential Pollock Farben einsetzte. Der Maler siedelte 1971 mit seiner Familie aus den USA nach Paris über. Fünf Jahre vor seinem Tod 1988 erkrankte der 80-Jährige am Grauen Star und hatte nach einer Operation den Eindruck, Farben nicht mehr richtig sehen zu können. Fortan arbeitete Charles Pollock ausschließlich in Schwarzweiß. Die Serie der „Last Drawings" [Letzten Zeichnungen] entstand.

Auch das Œuvre der Maler Claude Monet und Joseph Mallord William Turner verwandelte sich unter dem Einfluss ihres Grauen Stars; der medizinische Terminus lautet Katarakt. Wie und wann entsteht diese Trübung der Linse? Wer ist betroffen und wie wirkt sich diese Veränderung des Sehens aus? Konnte Pollock beispielsweise Blau- und Violetttöne in seinen Bildern im Alter noch unterscheiden? Über Symptome, Diagnose und heutige Behandlungsmöglichkeiten gibt Dr. Markus Schwarz, Facharzt für Augenheilkunde, Auskunft vor den Originalen.

Im Anschluss an das Gespräch lädt ein Frühstücksbuffet die Museumsbesucher zum Verweilen ein. Die Gäste können untereinander ins Gespräch kommen, gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €
(Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 19.10.2017
(T. 0631 3647 -201)
Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden.

 

Sonntag, 24.09.2017, 11 Uhr

Prof. Dr. Klaus J. Zink, Wissenschaftlicher Leiter des ITA Kaiserslautern
Prof. Dr. Klaus J. Zink, Wissenschaftlicher Leiter des ITA Kaiserslautern

Die Zukunft der Arbeit im digitalen Zeitalter: Ein KUNST(früh)STÜCK im Rahmen der Ausstellung „Ohne Schlüssel und Schloss? Chancen und Risiken von Big Data“

Die Veranstaltung beginnt mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Klaus J. Zink, wissenschaftlicher Leiter des ITA und internationaler Experte in den Bereichen Arbeitswissenschaft und Organisationsgestaltung. Im Anschluss sollen gemeinsam Szenarien der digitalen Arbeitswelt von Morgen diskutiert und im Hinblick auf wünschenswerte oder negative Entwicklungen hinterfragt werden.

Zum Hintergrund: Erwerbsarbeit wird sich mit der voranschreitenden Digitalisierung grundlegend verändern. Diese Entwicklungen bergen zahlreiche Chancen, aber auch Risiken für Beschäftige, Unternehmen und den Arbeitsmarkt, verbunden mit den bekannten Unsicherheiten, die technologische Umbrüche mit sich bringen.

Durch die rasante Entwicklung im Bereich der Digitalisierung rücken hier Fragen in den Vordergrund, welche Auswirkungen auf bisherige Arbeitsinhalte und gewohnte Arbeitsformen zu erwarten sind: Welche neuen Anforderungen ergeben sich? Welche Qualifikationen sind erforderlich? Entstehen neue Beschäftigungs- und Geschäftsmodelle? Führt Big Data dazu, dass nur noch „olympiareife“ Mitarbeiter eingestellt werden? Welche Chancen und Gefahren bieten sogen. Assistenzsysteme? Welche anderen Entwicklungen beeinflussen die Zukunft der Arbeit? Welche Einflüsse hat das alles auf den Arbeitsmarkt?

Hier gilt wie bei allen (neuen) Technologien: Es ist entscheidend, wie und für was man sie einsetzt und welche gesellschaftlichen Leitplanken hierfür entstehen.

 

Ein Frühstücksbuffet im Foyer des Museums lädt im Anschluss an das Gespräch zu Stärkung und weiterer Kommunikation ein. Die Gäste können gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €
(Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 14.09.2017
(T. 0631 3647 -201)


Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden.

 



Sonntag, 27.08.2017, 11 Uhr

Charles Pollock, Untitled [Post-Rome], red, 1964, Öl auf Leinwand,127 x 127 cm, Privatsammlung. Foto und © Charles Pollock Archives

Color Field Painting (Farbfeldmalerei)" Rundgang in der Sonderausstellung Pollock der Ältere. Meister der Farbe"
Dr. Annette Reich

Charles Pollock wurde 1902 in Denver, Colorado (USA) als Ältester von fünf Söhnen geboren. Der um zehn Jahre ältere Bruder von Jackson Pollock, – dieser gilt als der bedeutendste Vertreter des amerikanischen „Action Painting“ – interessierte sich schon früh vor allem für mexikanische Kunst. Während der 1940er- bis 1970er-Jahre fand er in facettenreichen Werkgruppen zu einer überzeugenden eigenen Handschrift. Pollock gelangte vom „Sozialen Realismus“ der Vorkriegszeit und der seit den 1950er-Jahren in den USA entstandenen abstrakten Malerei zum „Color Field Painting“, zu dessen herausragenden Repräsentanten er gehört. 1971 zog der Künstler mit seiner Familie nach Paris. Dort starb er 1988.

Die Farbfeldmalerei ist eine Kunstrichtung, die sich Mitte der 1950er-Jahre in Amerika aus dem Abstrakten Expressionismus entwickelte. Ihre Vertreter, so auch Pollock, wandten sich von der spontanen gestischen Malerei ab und setzten ihr klar konturierte, monochrome Farbfelder entgegen. Dabei verzichteten sie auf einen individuellen Pinselduktus und schufen zum Teil monumentale Gemälde, deren Bildflächen mit Energie und Spannung aufgeladen sind. Kräftige Farben und reduzierte Formen treffen in ihrer Selbstwertigkeit aufeinander. Die variantenreichen Werkgruppen von Charles Pollock sind dafür hervorragende Beispiele.

Ein Frühstücksbuffet im Foyer des Museums lädt im Anschluss an das Gespräch zu Stärkung und weiterer Kommunikation ein. Die Gäste können gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €
(Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 17.08.2017
(T. 0631 3647 -201)


Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden.

 



Sonntag, 30.07.2017, 11 Uhr

Abb.: Walter Moroder, Würde, 2007 (vorne), Zirbelkiefer, Acryl, H 172 cm; Viv, 2007 (hinten), Zirbelkiefer, Acryl, Sägemehl, Glasaugen, H 182 cm, ALTANA Kunstsammlung, Bad Homburg. Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © Walter Moroder
Walter Moroder, Würde, 2007 (vorne, Detail), Zirbelkiefer, Acryl, H 172 cm; Viv, 2007 (hinten, Detail), Zirbelkiefer, Acryl, Sägemehl, Glasaugen, H 182 cm, ALTANA Kunstsammlung, Bad Homburg. Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © Walter Moroder

„Irritierende Ruhe", Walter Moroder im Künstlergespräch mit Dr. Annette Reich, mpk, in der Sonderausstellung „nzauld'auter (irgendwo anders) – Walter Moroder"

Ihre Präsenz erfüllt den Ort, den sie einnehmen und zugleich verändern. Eine irritierende Atmosphäre entsteht. Scheinbar vertraut und zugleich fremd muten die lebensgroßen, meist weiblichen Holzfiguren von Walter Moroder an. Der Betrachter vermag sich ihnen kaum zu entziehen. Nähert er sich, verspürt er sogleich das Gefühl, ihnen nicht zu nahe treten zu dürfen, da eine eigentümliche, unnahbare Aura sie umgibt.

Interessanterweise schafft Moroder keine Figurentypen, die sich wiederholen und kategorisieren lassen, sondern jeweils Einzelwesen mit individueller Ausstrahlung. Die Skulpturen variieren in Farbigkeit, Materialität, Arbeitsweise und nicht zuletzt in ihrer geistig-seelischen Ausstrahlung. Dennoch ist eine Wesensgleichheit spürbar. Eine aufmerksam angespannte Haltung bestimmt den Gesamteindruck der Figuren, in der Ruhe und Unruhe, Anwesenheit und Abwesenheit gleichermaßen spürbar sind. Dass sich über die jeweilige äußere Hülle ein nicht eindeutig fassbares Innenleben vermittelt, gehört zu den Wesensmerkmalen der Kunst Moroders. „Eine Skulptur empfinde ich als beendet, wenn ich den Zustand erreiche, der mich beunruhigt", sagt der Künstler. Im Gespräch wird Walter Moroder einen Einblick in seine Arbeitsweise und seine Intention geben.

Walter Moroder steht mit seinen Holzskulpturen in der Tradition der Schnitzkunst seiner Heimat, dem Grödnertal. Das dort über Jahrhunderte gepflegte Handwerk wurde mittlerweile weitgehend von industrieller Massenproduktion verdrängt. Losgelöst von diesem Prozess hat Moroder einen eigenen Weg als bildender Künstler gefunden. 1963 in St. Ulrich, Südtirol, geboren, studierte er, nach seiner Lehre in der väterlichen Werkstatt, Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Auslandsaufenthalte führten ihn unter anderem in die USA, nach Mexiko, Guatemala und Indonesien. Seit 2001 arbeitet Moroder freischaffend.

Ein Frühstücksbuffet im Foyer des Museums lädt im Anschluss an das Gespräch zu Stärkung und weiterer Kommunikation ein. Die Gäste können gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

 

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