KUNST(früh)STÜCK, Kunst und Kulinarisches

An jedem letzten Sonntag im Monat, um 11 Uhr, laden wir Sie zu unserer Reihe KUNST(früh)STÜCK ins mpk ein. Freuen Sie sich auf einen besonderen Kunstgenuss. Das gemeinsame Betrachten von Werken in der Ständigen Sammlung oder in einer der aktuellen Sonderausstellungen aktiviert die Sinne und schärft die Wahrnehmung. Ein vielseitiges Buffet im Anschluss spricht nicht nur die Augen, sondern auch den Gaumen an.

Reservieren Sie sich aufgrund der großen Nachfrage bitte frühzeitig einen Platz. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden. Bis zu einem festgesetzten Termin, den wir Ihnen mitteilen, muss der Eintrittspreis auf unserem Konto eingegangen sein, andernfalls verfällt ihre Anmeldung.

 

Sonntag, 24.09.2017, 11 Uhr

 
Die Zukunft der Arbeit im digitalen Zeitalter: Ein KUNST(früh)STÜCK im Rahmen der Ausstellung „Ohne Schlüssel und Schloss? Chancen und Risiken von Big Data“


Die Veranstaltung beginnt mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Klaus J. Zink, wissenschaftlicher Leiter des ITA und internationaler Experte in den Bereichen Arbeitswissenschaft und Organisationsgestaltung. Im Anschluss sollen gemeinsam Szenarien der digitalen Arbeitswelt von Morgen diskutiert und im Hinblick auf wünschenswerte oder negative Entwicklungen hinterfragt werden.

Zum Hintergrund: Erwerbsarbeit wird sich mit der voranschreitenden Digitalisierung grundlegend verändern. Diese Entwicklungen bergen zahlreiche Chancen, aber auch Risiken für Beschäftige, Unternehmen und den Arbeitsmarkt, verbunden mit den bekannten Unsicherheiten, die technologische Umbrüche mit sich bringen.

Durch die rasante Entwicklung im Bereich der Digitalisierung rücken hier Fragen in den Vordergrund, welche Auswirkungen auf bisherige Arbeitsinhalte und gewohnte Arbeitsformen zu erwarten sind: Welche neuen Anforderungen ergeben sich? Welche Qualifikationen sind erforderlich? Entstehen neue Beschäftigungs- und Geschäftsmodelle? Führt Big Data dazu, dass nur noch „olympiareife“ Mitarbeiter eingestellt werden? Welche Chancen und Gefahren bieten sogen. Assistenzsysteme? Welche anderen Entwicklungen beeinflussen die Zukunft der Arbeit? Welche Einflüsse hat das alles auf den Arbeitsmarkt?

Hier gilt wie bei allen (neuen) Technologien: Es ist entscheidend, wie und für was man sie einsetzt und welche gesellschaftlichen Leitplanken hierfür entstehen.

 

Ein Frühstücksbuffet im Foyer des Museums lädt im Anschluss an das Gespräch zu Stärkung und weiterer Kommunikation ein. Die Gäste können gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €
(Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 14.09.2017
(T. 0631 3647 -201)


Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden.

 



Vergangene Ausgabe

Charles Pollock, Untitled [Post-Rome], red, 1964, Öl auf Leinwand,127 x 127 cm, Privatsammlung. Foto und © Charles Pollock Archives

Sonntag, 27.08.2017, 11 Uhr

Color Field Painting (Farbfeldmalerei)" Rundgang in der Sonderausstellung Pollock der Ältere. Meister der Farbe"
Dr. Annette Reich

Charles Pollock wurde 1902 in Denver, Colorado (USA) als Ältester von fünf Söhnen geboren. Der um zehn Jahre ältere Bruder von Jackson Pollock, – dieser gilt als der bedeutendste Vertreter des amerikanischen „Action Painting“ – interessierte sich schon früh vor allem für mexikanische Kunst. Während der 1940er- bis 1970er-Jahre fand er in facettenreichen Werkgruppen zu einer überzeugenden eigenen Handschrift. Pollock gelangte vom „Sozialen Realismus“ der Vorkriegszeit und der seit den 1950er-Jahren in den USA entstandenen abstrakten Malerei zum „Color Field Painting“, zu dessen herausragenden Repräsentanten er gehört. 1971 zog der Künstler mit seiner Familie nach Paris. Dort starb er 1988.

Die Farbfeldmalerei ist eine Kunstrichtung, die sich Mitte der 1950er-Jahre in Amerika aus dem Abstrakten Expressionismus entwickelte. Ihre Vertreter, so auch Pollock, wandten sich von der spontanen gestischen Malerei ab und setzten ihr klar konturierte, monochrome Farbfelder entgegen. Dabei verzichteten sie auf einen individuellen Pinselduktus und schufen zum Teil monumentale Gemälde, deren Bildflächen mit Energie und Spannung aufgeladen sind. Kräftige Farben und reduzierte Formen treffen in ihrer Selbstwertigkeit aufeinander. Die variantenreichen Werkgruppen von Charles Pollock sind dafür hervorragende Beispiele.

Ein Frühstücksbuffet im Foyer des Museums lädt im Anschluss an das Gespräch zu Stärkung und weiterer Kommunikation ein. Die Gäste können gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €
(Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 17.08.2017
(T. 0631 3647 -201)


Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden.

 



Kommende Ausgabe

Dienstag, 19.09.2017, 18 Uhr

Color Field Painting (Farbfeldmalerei)" Rundgang in der Sonderausstellung Pollock der Ältere. Meister der Farbe"

Am Dienstag, den 19. September 2017 findet um 18 Uhr im Foyer des Museums Pfalzgalerie erneut ein Künstlerstammtisch statt. Das Museum bietet damit einen Treffpunkt für Künstler und andere Kunstinteressierte in einer zwanglosen, geselligen Runde. Das offene Treffen dient der Diskussion und dem inhaltlichen Austausch. Die Gesprächsführung übernimmt wieder Dr. Heinz Höfchen, der zu diesem Abend zwei virtuelle Gäste  eingeladen hat: Die Brüder Charles und Jackson Pollock. Er wird beide anhand ihrer Werke über ihr künstlerisches und persönliches Verhältnis zu den Künstlerkollegen aus dem Kreis der New York School der 1950er Jahre befragen und dabei versuchen, sie zu Kommentaren über den  abstrakten amerikanischen Expressionismus, die Farbfeldmalerei und das Action Painting zu bewegen. Beide Brüder – Charles‘ Schaffen präsentiert das mpk zurzeit in einer Sonderausstellung – gelten als herausragende Vertreter dieser Stilrichtungen.

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung: Die Brüder Jackson und Charles Pollock, New York 1930 © Fotograf unbekannt.

 

 

 

 



 



Vergangene Ausgaben

Abb.: Walter Moroder, Würde, 2007 (vorne), Zirbelkiefer, Acryl, H 172 cm; Viv, 2007 (hinten), Zirbelkiefer, Acryl, Sägemehl, Glasaugen, H 182 cm, ALTANA Kunstsammlung, Bad Homburg. Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © Walter Moroder
Walter Moroder, Würde, 2007 (vorne, Detail), Zirbelkiefer, Acryl, H 172 cm; Viv, 2007 (hinten, Detail), Zirbelkiefer, Acryl, Sägemehl, Glasaugen, H 182 cm, ALTANA Kunstsammlung, Bad Homburg. Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © Walter Moroder

Sonntag, 30.07.2017, 11 Uhr

„Irritierende Ruhe", Walter Moroder im Künstlergespräch mit Dr. Annette Reich, mpk, in der Sonderausstellung „nzauld'auter (irgendwo anders) – Walter Moroder"

Ihre Präsenz erfüllt den Ort, den sie einnehmen und zugleich verändern. Eine irritierende Atmosphäre entsteht. Scheinbar vertraut und zugleich fremd muten die lebensgroßen, meist weiblichen Holzfiguren von Walter Moroder an. Der Betrachter vermag sich ihnen kaum zu entziehen. Nähert er sich, verspürt er sogleich das Gefühl, ihnen nicht zu nahe treten zu dürfen, da eine eigentümliche, unnahbare Aura sie umgibt.

Interessanterweise schafft Moroder keine Figurentypen, die sich wiederholen und kategorisieren lassen, sondern jeweils Einzelwesen mit individueller Ausstrahlung. Die Skulpturen variieren in Farbigkeit, Materialität, Arbeitsweise und nicht zuletzt in ihrer geistig-seelischen Ausstrahlung. Dennoch ist eine Wesensgleichheit spürbar. Eine aufmerksam angespannte Haltung bestimmt den Gesamteindruck der Figuren, in der Ruhe und Unruhe, Anwesenheit und Abwesenheit gleichermaßen spürbar sind. Dass sich über die jeweilige äußere Hülle ein nicht eindeutig fassbares Innenleben vermittelt, gehört zu den Wesensmerkmalen der Kunst Moroders. „Eine Skulptur empfinde ich als beendet, wenn ich den Zustand erreiche, der mich beunruhigt", sagt der Künstler. Im Gespräch wird Walter Moroder einen Einblick in seine Arbeitsweise und seine Intention geben.

Walter Moroder steht mit seinen Holzskulpturen in der Tradition der Schnitzkunst seiner Heimat, dem Grödnertal. Das dort über Jahrhunderte gepflegte Handwerk wurde mittlerweile weitgehend von industrieller Massenproduktion verdrängt. Losgelöst von diesem Prozess hat Moroder einen eigenen Weg als bildender Künstler gefunden. 1963 in St. Ulrich, Südtirol, geboren, studierte er, nach seiner Lehre in der väterlichen Werkstatt, Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Auslandsaufenthalte führten ihn unter anderem in die USA, nach Mexiko, Guatemala und Indonesien. Seit 2001 arbeitet Moroder freischaffend.

Ein Frühstücksbuffet im Foyer des Museums lädt im Anschluss an das Gespräch zu Stärkung und weiterer Kommunikation ein. Die Gäste können gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

 

Walter Moroder, Drap, 2012, Detail, Linde, Acryl, Mooreiche, H 171 cm, Foto: mpk, © Walter Moroder
Walter Moroder, Drap, 2012, Detail, Linde, Acryl, Mooreiche, H 171 cm, Foto: mpk, © Walter Moroder

Sonntag, 25.06.2017, 11 Uhr

Diesseits – Jenseits", Pfarrer Andreas Henkel, Friedenskirche Kaiserslautern, im Gespräch mit Dr. Annette Reich, mpk, in der Sonderausstellung „nzaul d'auter (irgendwo anders) – Walter Moroder"

Walter Moroder stellt existenzielle Fragen nach dem Dasein an sich. Ebenso wie mit dem Leben beschäftigt sich der in Südtirol beheimatete Bildhauer mit Vergänglichkeit und Tod. Die Körper seiner meist aufrechtstehenden Figuren, die er aus Holz schnitzt und bemalt, scheinen beseelt. Erwartungsvoll, staunend, beunruhigt oder in sich gekehrt sind diese entrückten Figuren körperlich anwesend und doch scheinen sie einer anderen Welt anzugehören, als seien sie geistig „irgendwo anders", unbestimmt an welchem Ort, der Zeit enthoben.

Im abendländischen Kulturraum wirkt die Auffassung eines Körper-Geist-Dualismus, wonach sich die unsterbliche Seele durch den Tod vom sterblichen Körper trennt, bis in das Denken der Gegenwart. Welche Vorstellungen verbinden sich mit dieser Grenzüberschreitung vom Diesseits ins Jenseits? Gibt es ein Jenseits und wie sieht es aus?

Der Geist, die Seele als innerstes Wesen von Mensch und Natur weist über das sinnlich Erfahrbare hinaus. Die Skulpturen Moroders variieren in Farbigkeit, Materialität, Arbeitsweise und nicht zuletzt in ihrer geistig-seelischen Ausstrahlung. Dennoch ist eine Wesensgleichheit spürbar. Welche Empfindungen und Stimmungen stellen sich beim Betrachten ein? Und welche Bedeutung bekommt die Selbstwahrnehmung in der Konfrontation mit dem jeweiligen Gegenüber? Diese und andere Fragen werden aus theologisch-philosophischer sowie kunsthistorischer Sicht beleuchtet und sollen zur Diskussion anregen.

Ein Frühstücksbuffet im Foyer des Museums lädt im Anschluss an das Gespräch zu weiterer Kommunikation in lockerer Atmosphäre ein. Die Gäste können gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

 

Abb.: Michael Dekker, Durchblick I, 2015, Acryl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto: mpk,© Michael Dekker
Abb.: Michael Dekker, Durchblick I, 2015, Acryl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto: mpk,© Michael Dekker

Sonntag, 28.05.2017, 11 Uhr

„Malerei und Plastik – Connections",
Künstlergespräch mit Michael Dekker in der Sonderausstellung „Schnittstellen –Bestandsprobe IV", moderiert
von Dr. Annette Reich, mpk

Der Plastiker Michael Dekker verlässt zuweilen sein hauptsächliches Medium und wendet sich der Malerei zu. Seine kleinformatige Arbeit in Acryl auf Leinwand mit dem Titel „Durchblick I" von 2015, verbindet malerische Auffassung mit plastischer Intention. Die im Raum schwebenden grau-in-grau gehaltenen Farbbahnen bestechen durch ihre Lebendigkeit und Energie. In der Sonderausstellung „Schnittstellen – Bestandsprobe IV" ist dasWerk in Verbindung mit dem 2009 entstandenen Wandobjekt „Orange Möbius" von Julia Farrer zu sehen, das Dekkers Formfindung in die dritte Dimensionu mzusetzen scheint.

Welche Schnittstellen, Berührungspunkte interessieren den Künstler besonders?

Welche Connections, Verbindungen zwischen den Kunstgattungen finden sich in seinem eigenen Schaffen und wie entwickelt er seine Raumkonzepte? Diese und andere Fragen wird Michael Dekker im Gespräch beantworten und damit einen Einblick in seine Arbeitsweise aus erster Hand geben.

Michael Dekker wurde 1983 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Nach einer Ausbildung zum Landwirt studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf Bildhauerei und wurde Meisterschüler von Anthony Cragg. Dekker lebt und arbeitet in Wuppertal und Düsseldorf. 2014 bekam er im Rahmen des Pfalzpreises für bildende Kunst in der Sparte Plastik den Nachwuchspreis zugesprochen.

 

Trauernder Engel, Werkstatt des Niclaus Gerhaert von Leyden, um 1462, Nussbaumholz, geschnitzt, gefasst, vergoldet, Foto und © mpk
Trauernder Engel, Werkstatt des Niclaus Gerhaert von Leyden, um 1462, Nussbaumholz, geschnitzt, gefasst, vergoldet, Foto und © mpk

Sonntag, 30.04.2017, 11 Uhr

"Engel - Geflügelte Wesen", Gespräch mit
Martin Wolf, Pastoralreferat, Katholische Hochschulgemeinde Kaiserslautern/Homburg und Dr. Annette Reich in der Ständigen Sammlung

In unserer Vorstellung bevölkern Engel den Himmel. Sie erscheinen in Träumen, greifen in irdische Geschicke ein, schützen uns vor Unheil. Als Mittler zwischen himmlischer und irdischer Sphäre, zwischen Gott und der Welt, werden Engel oft als geflügelte Wesen dargestellt. Diese Darstellungen reichen weit in die Geschichte zurück und variieren in Ausdruck, Haltung und inhaltlichem Kontext.

Der „Trauernde Engel", um 1462 in der Werkstatt des Niclaus Gerhaert von Leyden entstanden, und „Ladybird" aus dem Jahr 2001 von Kiki Smith, sind Gegenstand des Gespräches in der Ständigen Sammlung des mpk. Bei der spätgotischen Holzskulptur handelt es sich um einen der vier Engel, die den Hochaltar von St. Georg in Nördlingen zierten. Die weibliche bronzene Aktfigur „Ladybird" trägt Blätter, Federn oder Flügel auf ihrem Rücken. Engel oder undurchschaubares Wesen aus der Welt der Mythologie?

 

 

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