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Robert Schad(1953 Ravensburg – lebt in Larians bei Besançon) „Pnog“, 2002, Vierkantstahl massiv, Höhe 3,84 m, Inv. Nr. P 05/100

Schad-PNOG
„Pnog“, 2002, Vierkantstahl massiv, Höhe 3,84 m Inv. Nr. P 05/100

Schenkung 2005

Die Freunde des mpk haben dem Museum Pfalzgalerie anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums die Arbeit „Pnog“ von Robert Schad geschenkt, der zu den bedeutenden zeitgenössischen Stahlplastikern gehört. Der Titel vermittelt keine konkrete Bedeutung, er führt vielmehr in eine geheimnisvolle, rätselhafte und mehrdeutige Welt, die es mit Hilfe der eigenen Phantasie zu entschlüsseln gilt. Die Härte des Stahls und der Eindruck seiner Verformbarkeit bestimmen den Charakter der ausdrucksstarken abstrakten Plastik. Sie ist bei- spielhaft für das Werk von Robert Schad, in dem die körperliche Bewegung im Raum das Hauptthema darstellt.

Siegfried Kreitner(1967 Simbach am Inn – lebt in Essenbach bei Landshut) Atmender Quader II, 2003, Aluminium, E-Motor, Neonsystem, Inv. Nr. P 03/94

Kreitner
Atmender Quader II, 2003, Aluminium, E-Motor, Neonsystem, Inv. Nr. P 03/94

Schenkung 2003

Vier senkrecht stehende Aluminiumplatten bilden einen Quader. Sie befinden sich unaufhörlich in Bewegung, so als würde das Gebilde gleich dem menschlichen Organismus ruhig und in gleichmäßigem Rhythmus atmen. Das Neonsystem im Inneren macht die langsame Bewegung dieser „minimalkinetischen Skulptur“, die den Museumsbestand an konkreter Kunst erweitert, für das Auge wahrnehmbar. Siegfried Kreitner ist ein Werk gelungen, das Bezüge zur erlebbaren Wirklichkeit und künstlerische Vorstellung gekonnt kombiniert.

Lars Englund(1933 Stockholm – lebt in Jonstorp/Südschweden), „Relative“, 1998, Kohlefaserstege, bemalt Ø 3,90 m, Inv. Nr. P 00/80

Englund 002
„Relative“, 1998, Kohlefaserstege, bemalt Ø 3,90 m, Inv. Nr. P 00/80

Schenkung 2000

Die aus sechs schmalen Kohlefaserstegen konstruierte Plastik von Lars Englund umschließt Räume, die einander durchdringen und greift zugleich in den Umraum aus, den sie mit einer gewissen Leichtigkeit erfüllt. In ihrer dynamischen Wirkung lassen sich die farbigen Linien in der Vorstellung fortführen. Ordnungen und Gesetze, mit denen der Künstler die unterschiedlichen Möglichkeiten der Verbindungen einzelner Elemente untersucht, sind in seinem Werk von zentraler Bedeutung.

Christoph Freimann(1940 Leipzig, lebt in Stuttgart) „Grosse Wenga“, 1999, Stahl, lackiert, Höhe 10,80 m, Inv. Nr. P 99/78

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„Große Wenga“, 1999, Stahl, lackiert, Höhe 10,80 m, Inv. Nr. P 99/78

Schenkung 1999

In Verbindung mit zahlreichen Geld- und Sachspenden sowie mit Unterstützung der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur Christoph Freimann nimmt innerhalb der konkreten Plastik in Deutschland einen festen Platz ein. Seine vertikal ausgerichtete „Große Wenga“, aus industriell gefertigten Winkelstahlprofilen additiv konstruiert, präsentiert sich raumgreifend und dynamisch in einem leuchtenden Rot, einem Markenzeichen des Künstlers. Freimann nutzt die Möglichkeit, plastisches Volumen durch Flächen und Linien nicht durch skulpturale Masse zu erzielen. Dabei setzt er sich mit Bewegung, Gleichgewicht und Stabilität als zentrale Themen auseinander.