Gespräche

Dienstag, 26.09.2017, 18 Uhr

Bodyscanner, Foto und © Human Solutions GmbH
Bodyscanner, Foto und © Human Solutions GmbH

Gespräch in der Ausstellung „Ohne Schlüssel und Schloss? Chancen und Risiken von Big Data"
Big Data

Dr. Svenja Kriebel M.A.

Die reale Erfahrung ermöglicht ein leichteres Verständnis. Big Data ist weit mehr als nur eine technologische Entwicklung; vielmehr wird Big Data unser Denken und Handeln gravierend verändern. Unter dem Stichwort „Industrie 4.0" beispielsweise wird eine Zukunft beschrieben, die „eine intelligente Datenaufnahme, -speicherung und -verteilung durch Objekte und Menschen umfasst" [Studie „Produktionsarbeit der Zukunft - Industrie 4.0" der Fraunhofer IAO, 2013 ISBN: 978-3-8396-0570-7]. Hieraus geht hervor, dass die Grenzen von privatem und geschäftlichem Dateneinsatz noch stärker ineinanderfließen. Muss die Privatsphäre weiter geschützt werden? Was gewinnen wir, wenn wir diese mehr oder weniger bewusst in Teilen aufgeben? Wie wir Chancen und Risiken bewerten, hängt entscheidend davon ab, wie hoch das Vertrauen in die Leistungen der Informationssicherheit ist.

 

Sunday, 8th October 2017, 3 p.m.

Wassily Kandinsky, Peterskapelle in Murnau, 1908, Öl auf Karton, 33 x 45 cm, mpk, Gemäldesammlung, Foto und © mpk
Wassily Kandinsky, Peterskapelle in Murnau, 1908, Öl auf Karton, 33 x 45 cm, mpk, Gemäldesammlung, Foto und © mpk

Englischsprachige Führung in der Sammlung / English tour in the permanent exhibition
„Der Blaue Reiter (The Blue Rider)"
Sabrina Noß M.A.

Der Blaue Reiter (The Blue Rider) was an art movement that existed from 1911 to 1914 and was located in Munich, Germany. Der Blaue Reiter was formed by a group of various artists including Wassily Kandinsky, Alexej Jawlensky, August Macke and others. Their main interest was fundamental to expressionism, along with another German art association called Die Brücke (The Bridge). The group's artistic work based mainly on the notions of Kandinsky and Franz Marc since Der Blaue Reiter lacked an artistic manifesto. Although their work period was only a short time, the group's impact on the world of art was significant.

At the end of the 19th century and by the beginning of the 20th century traditional art work and aesthetics changed drastically and developed in different directions through various emerging art movements – like Der Blaue Reiter – who represented a new point of view on the meaning of art and its reception. They changed previous conceptions of painting and the perception of the surrounding world regarding their motifs in a way that wasn't received well by all critics. The urge to move on from naturalistic images led to more abstract art styles like impressionism, expressionism or cubism. These art styles were focused on a new kind of aesthetics and coloring. The expressionists took the leading role in changing the reception of art by creating 'expressive' artworks that would generate an immediate reaction of the viewer and were based on a vibrant and mostly non-naturalistic color palette.
The mpk's permanent exhibition offers various paintings of group members e.g. Kandinsky, Jawlensky and Macke which show the group's remarkable artistic creation and will be the main focus of our tour.

 

Sonntag, 15.10.2017, 11 Uhr

Johann Heinrich Roos, Liselotte von der Pfalz mit Spielgefährtin, 1663/64, Öl auf Leinwand, 110 x 91 cm. Foto und © mpk.
Johann Heinrich Roos, Liselotte von der Pfalz mit Spielgefährtin, 1663/64, Öl auf Leinwand, 110 x 91 cm. Foto und © mpk.

Gespräch in der Sammlung
„Die lieben Kleinen!"

Jessica Neugebauer M.A.

Im Gespräch über „die lieben Kleinen!" werden unterschiedliche Bilder von Kindern und Heranwachsenden aus der Sammlung betrachtet. Die wohl bekannteste Darstellung eines Kindes im mpk ist „Liselotte von der Pfalz mit Spielgefährtin" von 1663/64. In diesem Werk zeigt Johann Heinrich Roos, dass er nicht nur ein Tier- und Landschaftsmaler, sondern ebenso ein ausgezeichneter Porträtist war.

Elisabeth-Charlotte, Spitzname Liselotte, war die Tochter von Kurfürst Karl. I Ludwig von der Pfalz und Charlotte von Hessen-Kassel. Nicht bei allen Kinderdarstellungen im mpk lässt sich die Biographie so eindeutig nachvollziehen wie bei der späteren Herzogin von Orléans. Dennoch werden auch andere Kinderdarstellungen betrachtet und deren Lebenswege, sofern bekannt, beleuchtet.

 

 

Reformationstag, 31.10.2017, 15 Uhr

Paul Kleinschmidt, Gähnende Dame, 1937, Öl auf Leinwand, 113x74 cm, mpk, Gemäldesammlung. Foto und © mpk
Paul Kleinschmidt, Gähnende Dame, 1937, Öl auf Leinwand, 113x74 cm, mpk, Gemäldesammlung. Foto und © mpk

Führung am Feiertag in der Sammlung
„Die Hand – Meisterstück der Natur"
Sabrina Noß M.A.

Otto Dix, Max Slevogt und Hermann Scherer: Sie und viele andere große Künstler setzen bei figurativen Darstellungen einen besonderen Körperteil in Szene: Die Hand.
Ob vergrößert und besonders detailreich, eine Geste ausführend oder nicht vorhanden – die Hand hat das Potenzial, einem Motiv Dynamik, tiefere Emotion oder Symbolik zu verleihen.
Die Wirkung und Ausdrucksmöglichkeiten von Händen in Malerei und Skulptur soll in dieser Führung durch die Sonderausstellung des mpks im Vordergrund stehen und durch verschiedene Zeitepochen und Stilrichtungen hinweg ergründet werden.

Einem Meisterstück der Natur gleich ist unsere Hand universales Werkzeug, das gleichzeitig eine Menge über ihren „Besitzer" aussagen kann. Schwielige Arbeiterhände, gepflegte Hände, kleine oder große Hände – nur durch das Betrachten der Hände lassen sich Rückschlüsse auf die betreffende Person ziehen und ihre soziale Stellung erahnen. Darüber hinaus kann die Handgestik sowohl eine bestimmte Handlung unterstreichen, als auch eine symbolische Bedeutung innehaben. Von der mittelalterlichen Kunst über die der Moderne bis hin zur zeitgenössischen Kunst, die Hand spielt zu jeder Zeit eine bedeutsame Rolle. Sei es in der Bedeutung als Meisterhand, die das Kunstwerk erst fertigt, oder als Motiv und besonderes Darstellungsmittel.

 

 

Vergangene Ausgaben

Max Beckmann, Bildnis Minna Beckmann-Tube, 1930, Öl auf Leinwand, 161,3 x 84 cm. Foto und © mpk.
Max Beckmann, Bildnis Minna Beckmann-Tube, 1930, Öl auf Leinwand, 161,3 x 84 cm. Foto und © mpk.

Dienstag, 12.09.2017, 18 Uhr

Gespräch in der Sammlung
„Schreibende Maler"
Jessica Neugebauer M.A.

Im Gespräch über „Schreibende Maler" werden Künstler aus der Sammlung des mpks vorgestellt, die sich auf vielfältige Weise nicht nur mit dem Medium der Malerei, sondern auch mit dem Schreiben beschäftigt haben. Kunsttheorien, Biographien, Briefe und Gedichte – diese verschiedenen Gattungen des Schreibens werden anhand ausgewählter Kunstwerke des Museums beleuchtet.

Über André Masson, der zahlreiche Schriften zur Kunst verfasst hat und für seine Werke auch die „écriture automatique" (automatischen Handschrift) zu Hilfe zog, bis zu Max Beckmann, von welchem zahlreiche Briefe an seine erste Ehefrau Minna überliefert sind, werden Künstler vorgestellt, die sich nicht nur malend, sondern auch schreibend ausgedrückt haben.

 

Crayon #38, 1964, Buntstift auf Hadernpapier, 14 x 14 cm, Privatsammlung. Foto und © Charles Pollock Archives
Crayon #38, 1964, Buntstift auf Hadernpapier, 14 x 14 cm, Privatsammlung. Foto und © Charles Pollock Archives

Dienstag, 29.08.2017, 18.00 Uhr

Gespräch in der Ausstellung Pollock der Ältere. Meister der Farbe
„Farbgeheimnis – Blau Grün Schwarz"

Andrea Löschnig M.A.

Charles Pollock, der ältere Bruder von Jackson Pollock – Ikone des sogenannten „Action Painting" – steht mit seiner Farbfeldmalerei im Fokus dieser Sonderausstellung. Das Werk des amerikanischen abstrakten Malers und Graphikers wurde bisher noch nicht in einem deutschen Museum gezeigt, so dass in der Ausstellung Neues und Unbekanntes zu entdecken ist. Pollocks Werke feiern die Farbe, die im Fokus des Gesprächs steht.

Neben den abstrakten und farbintensiven Werken, sind Arbeiten zu sehen, die in schwarz-weiß sowie gedeckten Farbtönen gehalten sind. Dabei werden Blau, Grün und Schwarz oft in Kombination mit weiteren Farben verwendet. Welches Geheimnis die unterschiedlichen Farben in Pollocks Bildern verbergen, wird gemeinsam gelüftet.

 

Max Pechstein, Am Jadebusen, 1910, Öl auf Leinwand, 65,8 x 66,3 cm, Foto: mpk, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Max Pechstein, Am Jadebusen, 1910, Öl auf Leinwand, 65,8 x 66,3 cm, mpk, Gemäldesammlung. Foto: mpk, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Sonntag, 20.08.2017, 11 Uhr

Gespräch in der ständigen Sammlung

„Ein Ausflug ans Meer"
Andrea Löschnig M.A.

Max Pechstein bannt das Meer auf die Leinwand: Wellen schäumen und rauschen an den Strand, dunkle Gewitterwolken ziehen über einen sonnengelben Himmel. Die Farben verstärkt, die Wellen hervorgehoben, so intensiviert der Expressionist die Naturgewalt. Im Gegensatz dazu steht die impressionistische Malweise von Max Slevogt. Er lässt das Wasser in allen Farben glänzen. Von gelb bis rosa reicht die Farbpalette des Künstlers, um den Betrachter mitzunehmen auf eine Sommerreise ans Wasser.

An die „Bucht von Neapel" entführt Johann Nepomuk Ott die Besucher. Die größte Hitze ist vorüber, warm taucht das Abendlicht die Bucht in ein sanftes Licht. Wer kann unternimmt eine Fahrt mit dem Segelboot auf dem kühlen Nass oder sucht Schutz unter einem Blätterdach am Hang des Vesuvs. Die liebliche italienische Küstenlandschaft unterscheidet sich enorm von den gewaltigen Felsen der Flensburger Außenförde. Erich Heckel malt die schroffe Landschaft des Nordens.

 

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