Gespräche

Dienstag, 25.07.2017, 18 Uhr

Abb.: Carl Spitzweg, Zeitungsleser im Hausgärtchen, 1868, Öl auf Leinwand. Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © mpk
Carl Spitzweg, Zeitungsleser im Hausgärtchen, 1868, Öl auf Leinwand. Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © mpk

Gespräch in der ständigen Sammlung
„Malerei im 19. Jahrhundert"
Dr. Heinz Höfchen

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern besitzt eine bedeutende Kollektion an Malerei des 19. Jahrhunderts, speziell der Münchener Schule, deren Charakteristika hier an wichtigen Facetten nachvollzogen werden kann. Im Gespräch werden die interessantesten, in der Sammlung mit exemplarischen Beispielen fassbaren Künstlerpersönlichkeiten vorgestellt, und in ihrer Stilentwicklung erläutert.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts bildete sich im Umkreisder Münchener Akademie der Bildenden Künste die sogenannte Münchner Schule heraus, die als führende Malerschule Deutschlands bis um die Jahrhundertwende wirkte. Beginnend mit der öffentlichen Kunstförderung in der Ära Ludwigs I., entwickelte sich München dabei zu einem Kunstzentrum internationalen Ranges, das gleichermaßen Künstler wie Kunstinteressierte anzog. Bekannte Maler wie Heinrich Bürkel aus Pirmasens, oder sein Freund Carl Spitzweg, deren erzählende Genremalerei beim Publikum großen Erfolg hatte, sind mit qualitätvollen Arbeiten in der Sammlung des mpk vertreten.

 

Vergangene Ausgaben

Abb.: Feiertag – Vibration, 1964, Acryl auf Leinwand, 165 x 115 cm. Foto: Jacques Breuer, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Feiertag – Vibration, 1964, Acryl auf Leinwand, 165 x 115 cm. Foto: Jacques Breuer, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Sonntag, 16.07.2017, 11 Uhr

Gespräch in der Ausstellung Leo Breuer konstruktiv
„Liniensysteme und Raumfelder"
Jessica Neugebauer M.A.

Gemeinsam wird das konstruktive Werk des 1893 in Bonn geborenen Künstlers Leo Breuer entdeckt. Rhythmus und Bewegung, Farbakkorde und Raumwirkung all das entsteht durch Linie und Farbe und bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Gesprächs.

In Breuers Werk spielen Liniensysteme eine entscheidende Rolle. Breuer wendet sich nach dem Zweiten Weltkrieg von der Gegenständlichkeit ab und geht einer ungegenständlichen Komposition nach. Dabei stehen verschiedene Raumfelder im Mittelpunkt seiner Komposition. Diese Entwicklung wird im Gespräch aufgezeigt und durch die Werke in der Ausstellung sichtbar.

Das reife Spätwerk verdeutlicht den letzten Schritt seiner konsequenten Auseinandersetzung mit Liniensystemen von der zweidimensionalen gemalten Linie hin zum dreidimensional gebauten Raum. Anhand der Werke wird ein Einblick in das konstruktive Schaffen Breuers, welches die neuen Formen der abstrakten Nachkriegsmalerei mitprägte, gegeben.

 

17.03. – 13.05.2018  Schauraum

Max Slevogt                                                                                                            Impression und Phantasie – Zum 150. Geburtstag                                                                                                          Malerei und Graphik

Walter Moroder, Kokon, 2006, Linde, Zirbelkiefer, Acryl, Glasaugen, H 174 cm, Besitzdes Künstlers, Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © Walter Moroder
Walter Moroder, Kokon, 2006, Linde, Zirbelkiefer, Acryl, Glasaugen, H 174 cm, Besitzdes Künstlers. Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © Walter Moroder

Dienstag, 27.06.2017, 18 Uhr

Gespräch in der Ausstellung Walter Moroder - nzaul d'auter
"Des Bildhauers Sicht auf das Weibliche"
Bea Roth M. A.

Lebensgroße, weibliche Holzfiguren stehen aufrecht im Raum, alleine oder in einer Gruppe, bekleidet oder nackt, immer barfüßig. Eine Sitzende und eine Hockende erweitern das Figurenrepertoire. Es geht dem Bildhauer Walter Moroder weder um eine abbildende Darstellung des Menschen an sich noch um das Porträtieren eines Individuums. Auch die Vermittlung eines bestimmten Frauenbildes liegt nicht in seiner Absicht. Vielmehr stellt der Künstler existenzielle Fragen nach dem Dasein. Er rückt die Konfrontation mit dem Gegenüber und zugleich die Selbstwahrnehmung in den Mittelpunkt der Betrachtung. Die weiblichen Wesen wirken archaisch. Sie lassen an ägyptische Statuen denken oder erinnern durch ihre überlängten Körper und Gliedmaßen an Figuren von Alberto Giacometti oder Wilhelm Lehmbruck. Die markanten exotisch anmutenden Gesichtszüge der Skulptur „Kokon" sind in ähnlicher Art und Weise in Werken der Expressionisten zu finden. Bea Roth, M.A., stellt bei einem Rundgang Moroders „Frauen" vor und nimmt dabei die spezifische Handschrift des Künstlers, mit der er die zeitgenössische figürliche Bildhauerei und Plastik auf faszinierende Weise bereichert, in den Fokus.

 

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