Wearables

11.11.2017 | 11:50

Am Körper getragene Sensorik, sogenannte „Wearables", sind in Form von Fitness-Armbändern und Smart Watches längst im Alltag angekommen und nicht nur funktionale Technik, sondern Lifestyle-Accessoire. Im nächsten Schritt wird diese Technik zunehmend unsichtbar werden und Teil der Kleidung sein. Als Beispiel hierfür ist das Trainwear T-Shirt zu sehen. In den roten Bändern an der Brust und an den Oberarmen befinden sich Sensoren, die den Anpressdruck der darunterliegenden Muskulatur messen können. Die Sensoren sind rein textiler Natur; sie bestehen aus drei Schichten speziell beschichteter Textilien und können ca. 100 einzelne Druckpunkte 50-mal pro Sekunde erfassen. Die Ergebnisse werden drahtlos zu einem Handy/Rechner übertragen und dort von einer KI (Künstliche Intelligenz) Software analysiert. Die KI erkennt, welche Übungen gemacht werden, und ob die Ausführung korrekt erfolgt. Über eine Computerstimme aus dem Handy oder über ein Brillendisplay bekommt der Benutzer dann Hinweise, die ihm bei der Ausführung der Übung helfen. Das T-Shirt wurde im Rahmen der Telekom Fashion Fusion Challenge entwickelt und gewann den mit 20.000 Euro dotierten ersten Preis. Das interdisziplinäre Entwicklerteam besteht aus Gernot Bahle und Bo Zhou, IT-Wissenschaftlern am DFKI in Kaiserslautern sowie Lorenzo Fürg, Student der Sportwissenschaften an der Uni Passau.

Freundliche Leihgabe des Deutschen Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz, Kaiserslautern

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