Engima

06.12.2017 | 10:24

Enigma 4-Walzmaschine, Schweiz, um 1942, freundliche Leihgabe des Heinz Nixdorf MuseumsForum, Paderborn

Es sind geheimnisumwitterte Insignien von historischer Bedeutung: die Instrumente der Verschlüsselung. Geheimdienste, Polizei, Militär nutzen sie in moderner Form auch heute. Die im Zweiten Weltkrieg eingesetzte Rotorschlüsselmaschine „Enigma" aus dem Zweiten Weltkrieg gehört zu den wohl berühmtesten Beispielen, die zeigen, mit welch raffinierten Methoden man Kriegstaktiken übermittelte. Das Schweizer Modell, die Enigma 4-Walzenmaschine, ist der legendären Enigma- Chiffriermaschine ähnlich. Letztere wurde in den frühen 1920er Jahren vom deutschen Ingenieur Arthur Scherbius in Berlin entwickelt und zunächst für kommerzielle Zwecke vermarktet. Im 2. Weltkrieg wurden etwa 100.000 Exemplare der Enigma gebaut und bei Heer, Luftwaffe und Marine eingesetzt. Die Enigma war weltweit technisches Vorbild für eine ganze Generation von Rotor- Chiffriermaschinen – auch der deutschen Kriegsgegner. Nach jahrelangen Bemühungen wurde die Enigma- Verschlüsselung von britischen Kryptologen um den Computerpionier Alan Turing in einem hochgeheimen Projekt in Bletchley Park gebrochen. Tausende von Fachleuten waren hierzu erforderlich. Macht verband sich damals wie heute mit einem Wissensvorsprung. Die kontextgebundene Vorstellung der „Zeitzeugen" regt an, einen weiteren Vergleich zur Gegenwart zu ziehen und im Idealfall eigenständig über aktuell mächtige (Daten–)Zentren nachzudenken.

 

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