Auf den Punkt gebracht - 15 Minuten Kunst

Gabriele Basch, Bühne V, 2012, Lack auf Papierschnitt, Foto: mpk, © VGBild-Kunst, Bonn 2017
Gabriele Basch, Bühne V, 2012, Lack auf Papierschnitt, Foto: mpk, © VGBild-Kunst, Bonn 2017

Mittwoch, 19.04.2017, 12.30 Uhr

Auf den Punkt gebracht – 15 Minuten Kunst
Cut-Outs, Werkbetrachtung in der Ausstellung „Schnittstellen– Bestandsprobe IV"
mit Dr. Annette Reich

Der 2012 entstandene Papierschnitt mit dem Titel „Bühne V" von Gabriele Basch besteht aus einem filigranen Netzwerk miteinande rverbundener Linien. Sie erinnern an Äste und Blattwerk. Maskenhafte Gesichter und geheimnisvolle Zeichen begrenzen die Arbeit am oberen und unteren Rand. An der gegenüberliegenden Wand befindet sich das Papierschnittobjekt „Dea", 2013,von Christiane Haase – ein Geschenk der Lotte Reimers-Stiftung an unser Museum. Die in Berlin geborene und in Menlo Park/USA lebende Künstlerin bemalte Papier mit verschiedenen Mustern und Farben, um es dann in ein plastisches Gebilde zu verwandeln. Kuratorin Annette Reich erläutert die gattungsübergreifende Arbeitsweise, die experimentell Verbindungen zw. Graphik und Malerei sowie Graphik und Plastik aufzeigt.

Der Eintritt ist frei.

 

Vergangene Ausgaben

Kiki Smith, Ladybird, 2001, Bronze, 132 x 51 x 31cm, Skulpturensammlung mpk, Foto: mpk, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Kiki Smith, Ladybird, 2001, Bronze, 132 x 51 x 31cm, Skulpturensammlung mpk, Foto: mpk, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Mittwoch, 05.04.2017, 12.30 Uhr

Kiki Smith, Werkbetrachtung in der Ständigen Sammlung
mit Dr. Heinz Höfchen

Die deutsch-amerikanische Künstlerin Kiki Smith wurde1954 in Nürnberg geboren und lebt in New York. In ihren Skulpturen aus Gips,Wachs, Keramik, Polyester, Glas oder Bronze, setzt sie sich mit dem menschlichen Körper und seiner Befindlichkeit auseinander. Sie reflektiert Fragen der menschlichen Existenz wie Geburt und Tod, zeigt auf, wie sehr alle Kreaturen sowohl ihren natürlichen Funktionen als auch äußeren Gewalten ausgeliefert sind. Die aufrecht stehende weibliche Aktfigur „Ladybird" mi tkindlichem Körper und einem überproportional großen Kopf hat die Arme fast magisch beschwörend erhoben. In sich versunken, scheint sie einer anderen Welt anzugehören. Was es mit den blattähnlichen Formen auf dem Rücken der Figur auf sich hat, erläutert Kurator Heinz Höfchen.

Der Eintritt ist frei.

 

Sarah Mock, Videostill aus Zwiefach, 2015, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Sarah Mock, Videostill aus Zwiefach, 2015, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Mittwoch, 01.03.2017, 12.30 Uhr

Regionale Kunst?

Gespräch in der „Preisträgerausstellung zum Pfalzpreis für bildende Kunst 2016"
Hauptpreis: Sarah Mock Nachwuchspreis: Andrea Grützner
Dr. Heinz Höfchen

Im mittäglichen Ausstellungsgespräch werden die Arbeiten der beiden Preisträgerinnen vorgestellt und auf den Punkt gebracht. Pfalzpreisträgerin ist die 1984 in Worms geborene Videokünstlerin Sarah Mock, die in Neustadt aufwuchs und heute in Berlin lebt. Ihre selbstreflektierten Videoarbeiten sind kulturhistorische Untersuchungen aus moderner Perspektive. Mocks filmischer Blick auf die Gegenwart mündet in einer kritischen Schau der populären Gegenwartskultur. Besonders im Fokus steht dabei der Gegensatz von Natürlichkeit und Künstlichkeit. Nachwuchspreisträgerin ist Andrea Grützner, geboren 1984 in Pirna, in Kaiserslautern aufgewachsen und heute in Berlin lebend. In ihrer fotografischen Werkreihe Tanztee, die mit der Auszeichnung gewürdigt wurde, reduziert sie das Motivische auf Gesten und Ausschnitte hin zu einem fragmentarischen Realismus. Die Ästhetik ihrer Arbeiten erzeugt sich aus den künstlerischen Mitteln von Malerei, Fotografie und Collage.

Der Eintritt ist frei.

 

Natascha Brändli, 3D Zeichnung no. 11, 2016, Additive Extrusion mit einem 3D Stift, PLA-Filament, 65 x 45 x 18 cm, Sammlung mpk, Foto: Eyal Pinkas, Heidelberg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Natascha Brändli, 3D Zeichnung no. 11, 2016, Additive Extrusion mit einem 3D Stift, PLA-Filament, 65 x 45 x 18 cm, Sammlung mpk, Foto: Eyal Pinkas, Heidelberg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Mittwoch, 15.02.2017, 12.30 Uhr

Objekte
Dr. Annette Reich

Die „3D Zeichnung no. 11" der in Burrweiler lebenden Künstlerin Natscha Brändli (*1970) zieht den Blick auf sich. Feine schwarze Linien fügen sich in elegantem Schwung zu einer abstrakten Komposition. Ihre räumliche Wirkung wird durch ein sensibles Licht- und Schattenspiel noch verstärkt. Je nach Betrachterstandpunkt scheint sich die Form des filigranen Wandobjektes zu verändern. Brändli zeichnet mit einem 3D Stift Kunststofflinien „in der Luft". Das geschmolzene Material wird über die Stiftspitze ausgegeben (extrudiert) und erhärtet nach kurzer Zeit. Die Geschwindigkeit, mit der die Zeichnung entsteht, wird dabei vom Arbeitsgerät vorgegeben. Kuratorin Annette Reich erläutert Wirkung und Ausführung der innovativen dreidimensionalen Zeichentechnik.

Der Eintritt ist frei.

 

Sarah Mock, Videostill aus The Deluge/ Die Flut, 2014, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Sarah Mock, The Deluge (Filmstill), 2014, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Mittwoch, 01.02.2017, 12.30 Uhr

Ausstellung "Pfalzpreis"
Die PreisträgerInnen
Dr. Svenja Kriebel

Zwei Frauen wurden 2016 mit dem Pfalzpreis für Graphik, Fotografie, Video, Neue Medien ausgezeichnet. Hauptpreisträgerin ist Sarah Mock, (geboren 1984 in Worms), die die Jury mit der dunklen, surrealistisch anmutenden Bildsprache ihrer Videoarbei tüber das Ende der Menschheit überzeugte.

Den Nachwuchspreis erhielt die Fotografin Andrea Grützner (geboren 1984 in Pirna). Mit einem subtilen Vergleich der Strukturen von menschlicher Haut und bunt bedruckten Stoffen gibt sie einen vielschichtigen Blick auf das Älterwerden. Neben den eingereichten Arbeiten zum Pfalzpreis bietet die Schau einen umfassenderen Einblick in das Werk der ausgezeichneten Künstlerinnen, das kurz und knapp in 15 Minuten von Dr. Svenja Kriebel M.A. vorgestellt wird.

Der Eintritt ist frei.

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