Auf den Punkt gebracht - 15 Minuten Kunst

Mittwoch, 02.05.2018, 12.30 Uhr

Max Slevogt, Familienbildnis Slevogt im Garten von Godramstein, 1911, Öl a.L. , mpk, Gemäldesammlung. Foto und © mpk
Max Slevogt, Familienbildnis Slevogt im Garten von Godramstein, 1911, Öl a.L. , mpk, Gemäldesammlung. Foto und © mpk

„Selbstbildnisse" (Eintritt frei)
Gespräch in der Ausstellung „Max Slevogt - Impression und Phantasie"
Dr. Heinz Höfchen

Neben der künstlerischen Entwicklung Max Slevogts zwischen Freilichtmalerei und Impressionismus fasziniert in unserer Ausstellung eine ganze Reihe von Selbstbildnissen des Künstlers: Er zeigt sich in einer Bleistiftzeichnung von 1899 als jugendlicher Dandy, in der radierten Meditation als Katzenfreund, schließlich im Selbstbildnis mit Judith auf der Suche nach malerischer Identität. Eines seiner Hauptwerke im mpk, das in Godramstein gemalte Familienbild von 1911, stellt ihn mit Frau und Kindern sowie den beiden Großmüttern vor. In den Selbstbildnissen gibt er sich Rechenschaft über die Veränderungen seiner Lebensumstände und seiner Physiognomie – er malt sein Leben.

 

Vergangene Ausgaben

Mittwoch, 18.04.2018, 12.30 Uhr

Max Slevogt, Winterlandschaft bei Neukastel, 1927, Öl auf Leinwand, mpk Gemäldesammlung, Foto und © mpk
Max Slevogt, Winterlandschaft bei Neukastel, 1927, Öl auf Leinwand, mpk Gemäldesammlung, Foto und © mpk

„Pfälzer Landschaft" (Eintritt frei)
Gespräch in der Ausstellung „Max Slevogt - Impression und Phantasie"
Dr. Annette Reich

In vielen seiner Landschaftsbilder hat Max Slevogt der Pfalz ein malerisches Denkmal gesetzt. Die „Winterlandschaft bei Neukastel" aus dem Jahr 1927, die man in der Sonderausstellung zum 150. Geburtstag des Malers im mpk betrachten kann, ist dafür ein bedeutendes Beispiel. 1868 in Landshut/Bayern geboren, kam Slevogt bereits als Kind gerne nach Landau, wo eine Tante seiner Mutter wohnte. 1898 heiratete er die Pfälzerin Antonie Finkler und kaufte 1914 oberhalb von Leinsweiler das Hofgut Neukastel. Dort verbrachte er stets die Sommerferien und fand in der pfälzischen Landschaft zahlreiche Motive für seine impressionistische Freilicht-Malerei.

 

 

Malte Spohr, sw III 0, 2015, Farb- und Bleistift auf Bütten, Privatbesitz Berlin. Foto Paul Schöpfer, Köln © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Mittwoch, 04.04.2018, 12.30 Uhr

„Horizontal" (Eintritt frei)
Gespräch in der Ausstellung „Malte Spohr – Aufzeichnungen"
Jessica Neugebauer M.A.

Malte Spohr zählt zu den wichtigsten deutschen zeitgenössischen Zeichnern. Dass seine Werke ausschließlich aus horizontal gezogenen Linien bestehen, wird dem Betrachter erst aus der Nahsicht deutlich. Mit einigem Abstand wecken die Zeichnungen Assoziationen an Naturphänomene: Wolkenformationen, mikroskopische Untersuchungen, Landkarten oder Eisschollen – viele Deutungen sind möglich und vom Künstler auch so gewollt.
Spohr hat über die Jahre hinweg, obwohl seine Blätter ausgesprochen variantenreich sind, verschiedene Konstanten in seinem Werk beibehalten. Eine davon ist, dass er ein Blatt immer mit horizontalen und nie mit vertikalen Linien füllt. In „15 Minuten Kunst-Pause" werden das eindrucksvolle Schaffen Spohrs beleuchtet und die Technik des Künstlers erläutert.

 

Max Slevogt, Familienbildnis Slevogt im Garten von Godramstein, 1911, Öl a.L. , mpk, Gemäldesammlung. Foto und © mpk

Mittwoch, 21.03.2018, 12.30 Uhr

„Impression und Freilicht" (Eintritt frei)
Gespräch in der Ausstellung „Max Slevogt – Impression und Phantasie"
Dr. Heinz Höfchen

Ein besonderes Augenmerk im Gespräch gilt der stilistischen Einordnung der künstlerischen Entwicklung Max Slevogts zwischen Freilichtmalerei und Impressionismus: Es ist die Suche nach den Farbwirkungen unter natürlichen Lichtverhältnissen, weg vom Dämmerlicht der Ateliers. Wesentliche Eigenart der entwickelten Malerei Slevogts wird damit eine emanzipierte Auffassung des Lichts, das die Darstellung durchfließt und in seiner Natürlichkeit akzeptiert wird, was bedeutet, dass die Lichtführung nicht mehr den kompositorischen Erfordernissen der Bildorganisation unterworfen ist. Es zeigt sich eine frische Helligkeit der Farbgebung, die die Intensität der Beleuchtung in der Natur reflektiert, besonders eindringlich sichtbar im „Familienbildnis Slevogt im Garten von Godramstein".

 

Malte Spohr, pw 2, 2016, Farb- und Bleistift auf Bütten, Galerie Inga Kondeyne, Berlin. Foto Markus Hawlik, Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Mittwoch, 07.03.2018, 12.30 Uhr

„Von oben nach unten" (Eintritt frei)
In der Ausstellung „Malte Spohr – Aufzeichnungen"
Jessica Neugebauer M.A.


Malte Spohr zählt zu den wichtigsten deutschen zeitgenössischen Zeichnern. Dass seine Werke ausschließlich aus parallel untereinander gezogenen Linien bestehen, wird dem Betrachter erst aus der Nahsicht deutlich. Mit einigem Abstand wecken die Zeichnungen Assoziationen an Naturphänomene: Wolkenformationen, mikroskopische Untersuchungen, Landkarten oder Eisschollen – viele Deutungen sind möglich und vom Künstler auch so gewollt.

Spohr hat über die Jahre hinweg, obwohl seine Blätter ausgesprochen variationsreich sind, verschiedene Konstanten in seinem Werk beibehalten. Eine davon ist, dass er ein Blatt immer „von oben nach unten" mit Linien füllt. In „15 Minuten Kunst-Pause" werden das eindrucksvolle Schaffen Spohrs beleuchtet und die Technik des Künstlers erläutert.

 

Malte Spohr, Panorama e. S. III A, 2011, Farb- und Silberstift auf Bütten, 21 x 119 cm, Courtesy Galerie Werner Klein, Köln. Foto Markus Hawlik, Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Mittwoch, 21.02.2018, 12.30 Uhr

„Lineare Zeichnung" (Eintritt frei)
Gespräch in der Ausstellung „Malte Spohr - Aufzeichnungen"
Dr. Heinz Höfchen

Ein besonderes Augenmerk im Gespräch gilt der Linie in den Zeichnungen Malte Spohrs. Der Künstler hat dabei für seine ästhetischen Zwecke ein eigenes zeichnerisches Verfahren entwickelt. Mit parallel untereinander gezogenen Linien füllt er in einem langsamen zeichnerischen Prozess das Blatt von oben nach unten. In seiner einfühlsamen Empfindung lebt Spohrs Arbeit von der sinnlich-konkreten Beschäftigung mit Intensität und Rhythmus der Lineatur. Spohrs Zeichnungen beruhen auf eigenen Fotografien, die für ihn die Funktion von Skizzen annehmen: er reduziert die Aufnahmen am Rechner unter Negierung von Binnenzeichnung auf eine Grundstruktur aus hellen und dunklen Partien, die in ihrer Komplexität und ihrer Übersetzung ins Zeichnerische strukturelle Realität abbilden.

 

Drachenkopf, Detail eines kleinen Truhenschlosses mit reichem pflanzlichen Dekor, um 1500, Eisen. Foto und © mpk

Mittwoch, 07.02.2018, 12.30 Uhr

„Unerwünschter Zutritt" (Eintritt frei)
Gespräch in der Ausstellung „Ohne Schlüssel und Schloss? Chancen und Risiken von Big Data"
Jessica Neugebauer M.A.


Wie sahen Schlösser im Mittelalter aus und welche Schutzmaßnahmen waren ihnen inne? Wie hat sich unser Bedürfnis nach Privatsphäre über die Jahrhunderte entwickelt? Sind wir uns bewusst was Big-Data alles über uns weiß? Diesen Fragen wird in der 15-Minuten Kunstpause auf den Grund gegangen.

Dabei wird aufgezeigt, wie in früheren Zeiten wertvolles Eigentum und wertvolle Botschaften geschützt wurden und wie wir heute damit umgehen. Welche Risiken und welche Chancen ergeben sich durch unser heutiges mediales Verhalten und der Weiterentwicklung der Technik?

 

Abb.: Enigma, 4-Walzenmaschine (Modell aus der Schweiz). Foto und © Heinz Nixdorf MuseumsForum, Paderborn.

Mittwoch, 17.01.2018, 12.30 Uhr

„Verschluss und Verschlüsselung" (Eintritt frei)
In der Ausstellung „Ohne Schlüssel und Schloss? Chancen und Risiken von Big Data"
Jessica Neugebauer M.A.

Wie aufwendig Schlösser im 15. und 16. Jahrhundert hergestellt wurden um Wertvolles zu schützen und wie einfach wir heute unsere Daten ohne Schutz preisgeben – das wird in der „15 Minuten Kunst" Mittagspause anhand verschiedener Objekte der derzeitigen Sonderausstellung erläutert.

Über den Cäsar-Code und das manuelle „One-Time-Pad"-Verfahren bis zur maschinellen Chiffrier-Maschine, von denen die bekannteste die Enigma ist, werden verschiedene Verschlüsselungsformen vorgestellt. Es wird deutlich, wie in früheren Zeiten wertvolles Eigentum und wertvolle Botschaften geschützt wurden und wie wir heute damit umgehen.

 

Keuschheitsgürtel, Süddeutschland / Österreich, 19. Jh., Eisen (geschmiedet), 23 cm Durchmesser, Schell Collection Graz, Inv.-Nr.: 6221. Foto und © Schell Collection, Graz

Mittwoch, 15.11.2017, 12.30 Uhr

„Mythos Keuschheitsgürtel“ (Eintritt frei)
In der Sonderausstellung „Ohne Schlüssel und Schloss? Chancen und Risiken von Big Data“
Dr. Svenja Kriebel M.A.

Die Verbreitung und Anwendung von Keuschheitsgürteln ist unter Historikern äußerst umstritten. Vermutlich stammt die Erfindung aus der Zeit der italienischen Frührenaissance. Es ist also keineswegs wissenschaftlich gesichert, dass die Ritter - während sie sich auf Kreuzzug befanden - ihre Gattinnen und eventuelle Mätressen in Eisen legten, um deren Treue und Keuschheit während ihrer Abwesenheit sicherzustellen, wie es verschiedene Legenden besagen.

Einleuchtend klingt die These, dass sich manche Frauen der vergangenen Jahrhunderte diesen Keuschheitsgürtel bei Bedarf selbst anlegten, um bei Raubzügen oder Überfällen durch irgendwelche Feinde oder bei weiten Reisen gegen drohende Vergewaltigungen geschützt zu sein. Eine weitere Theorie besagt, dass Keuschheitsgürtel als Folter- und Marterinstrumente verwendet oder in Nonnenklöstern als Instrumente der Zucht benutzt wurden.

Welche Mythen beruhen auf Fakten und welche wissenschaftliche Erkenntnisse haben wir zu diesem Gegenstand? Dies erfahren Sie kompakt in „15 Minuten Kunstpause.“

 


Charles Pollock, #99, 1968, Acryl auf Leinwand, 213 x127 cm, Charles Pollock Archives, Paris. Foto und © Charles Pollock Archives

Mittwoch, 18.10.2017, 12.30 Uhr

„Farbfelder" (Eintritt frei)
Werkbetrachtung in der Ausstellung „Pollock der Ältere. Meister der Farbe"

Jessica Neugebauer M.A.

Charles Pollocks Farbfeldmalerei steht im Fokus der 15-minütigen Kunstpause im mpk am 18.10.17. Was unterscheidet seine Malerei von der seines berühmten Bruders Jackson Pollock, der durch seine „Drippings" und das „Action Painting" bekannt wurde?

Erstmals werden die Werke von Charles Pollock in einem deutschen Museum gezeigt. Seine Arbeiten lassen sich der Farbfeldmalerei (Color Field Painting) zuordnen. In 15 Minuten Kunstpause wird die Familie Pollock beleuchtet und verdeutlicht, worin sich das künstlerische Schaffen der beiden berühmten Brüder unterscheidet.

 

 

 

Charles Pollock, Rome Eight, 1963, Öl auf Leinwand, 170 x 140 cm, Charles Pollock Archives, Paris, Courtesy american contemporary art GALLERY, München. Foto und © Charles Pollock Archives

Mittwoch, 04.10.2017, 12.30 Uhr

„Der Künstler in Rom" (Eintritt frei)
Werkbetrachtung in der Ausstellung „Pollock der Ältere. Meister der Farbe"

Dr. Annette Reich

1962/63 entstand in Rom eine Serie, bestehend aus Gemälden, Aquatinten und Zeichnungen, in der Charles Pollock die Beziehung zwischen Form und Farbe variierte und intensivierte. Pollock war mit seiner Frau Sylvia während eines Sabbatjahres in Europa unterwegs und besuchte unter anderem Italien. „Rome Eight" aus dem Jahr 1963 wirkt wie ein Vexierbild. Mal tritt die schwarze Fläche in der Mitte plastisch hervor, ein andermal heben sich zwei Farbfelder in gleichem Farbton vor schwarzem Hintergrund ab. Indem der Maler die Flächen nach allen Seiten hin offen lässt, erzielt er eine monumentale Wirkung. Kuratorin Annette Reich erläutert Pollocks Intention und Arbeitsweise, die zeigen, mit welch experimentellem Potential der amerikanische Künstler seinen Weg verfolgte.

 

 

Charles Pollock, Untitled, 1966, Acryl auf Leinwand, 183 x 127 cm, Privatsammlung, München / Courtesy american contemporary art GALLERY, München. Foto und © Charles Pollock Archives.
Charles Pollock, Untitled, 1966, Acryl auf Leinwand, 183 x 127 cm, Privatsammlung, München / Courtesy american contemporary art GALLERY, München. Foto und © Charles Pollock Archives.

Mittwoch, 06.09.2017, 12.30 Uhr (Eintritt frei)

„Pollock der Ältere"
Werkbetrachtung in der Ausstellung „Pollock der Ältere. Meister der Farbe"
Jessica Neugebauer M.A.

Jackson Pollock – die gefeierte Ikone des amerikanischen „Action Paintings" – hat seinen Platz in der Kunstwelt gefunden. Doch wer war Pollock der Ältere? In „Auf den Punkt gebracht" liegt der Fokus auf Charles Pollock, dem ältesten von fünf Söhnen der Familie Pollock.

Erstmals werden die Werke von Charles Pollock in einem deutschen Museum gezeigt. Seine Arbeiten lassen sich der Strömung der Farbfeldmalerei (Color Field Painting) zuordnen. In 15 Minuten Kunstpause wird die Familie Pollock beleuchtet und verdeutlicht, worin sich das künstlerische Schaffen der beiden berühmten Brüder unterscheidet.

 

 

 

 

 

Zurück