Auf den Punkt gebracht - 15 Minuten Kunst

Mittwoch, 07. Juni 2017, 12.30 - 12.45 Uhr (Eintritt frei)

Leo Breuer, Or (Gold), 1962, mpk, Gemäldesammlung. Foto: Jacques Breuer, Bonn, © VG Bild-Kunst, Bonn
Leo Breuer, Or (Gold), 1962, mpk, Gemäldesammlung. Foto: Jacques Breuer, Bonn, © VG Bild-Kunst, Bonn

Bildrhythmik
Gespräch in der Ausstellung „Leo Breuer"
Dr. Heinz Höfchen

Eine wichtige Rolle in der konstruktiv-konkreten Kunst Leo Breuers (1893 – 1975) spielt die Bildrhythmik seiner Arbeiten, erreicht durch besonders dominante formale Kriterien seines Werkes: Linearität und Vertikalität. Seine linearen Reihungen scheinen zu vibrieren, lösen in der Betrachtung kinetische Anmutung aus. In der Arbeit Or (Gold), einem Geschenk Jacques Breuers an das mpk, bilden horizontale und vertikale Linien ein Netzwerk rechteckiger Formen, einen kleinteiligen angelegten Körper, der über dem Farbgrund in Bewegung geraten scheint. In unserer konzentrierten Präsentation des Werkes von Leo Breuer im Oberen Foyer des Museums ist damit beispielhaft das Beschreiten des künstlerischen Weges auf der Suche nach linearer Rhythmik ablesbar. Sie wird im Gespräch thematisiert und sozusagen auf den Punkt gebracht.

Abb.: Leo Breuer, Or (Gold), 1962, mpk, Gemäldesammlung. Foto: Jacques Breuer, Bonn, © VG Bild-Kunst, Bonn

Mittwoch, 21. Juni 2017, 12.30 - 12.45 Uhr (Eintritt frei)

Walter Moroder, Ciuf (Detail), 2015, Linde, Acryl, Glasaugen, Galerie Appel, Frankfurt am Main © Walter Moroder
Walter Moroder, Ciuf (Detail), 2015, Linde, Acryl, Glasaugen, Galerie Appel, Frankfurt am Main © Walter Moroder

„Entrückt", Werkbetrachtung in der Ausstellung „nzaul d'auter (irgendwo anders), Skulpturen und Zeichnungen von Walter Moroder"
Jessica Neugebauer

In nuancenreichen Facetten zeigt Walter Moroder die menschliche Figur, die das Subjekt seines vielfältigen Schaffens darstellt. Dabei berührt seine eigene Formensprache den Betrachter auf unterschiedlichste Art und Weise. Seine meist weiblichen und aufrecht stehenden, lebensgroßen Holzskulpturen erfüllen den Raum durch ihre eigentümliche Präsenz. Scheinbar vertraut und doch fremd muten Moroders entrückte Wesen an.

Tradition und Innovation spiegeln sich in einem rätselhaft anmutigen Körperausdruck der Skulpturen. Wo befindet sich ihr Körper, wo ihre Seele und in welchem Raum-Zeit-Kontinuum halten sie sich auf? Was hat es mit den unterschiedlichen Titeln der Skulpturen und dem Titel der Ausstellung auf sich? Und in wie fern kann von „entrückten" Wesen gesprochen werden?

Diesen Leitfragen wollen wir gemeinsam anhand von zwei ausgewählten Beispielen nachgehen.

15 Minuten Kunstpause bieten Zeit, um aus dem Arbeitsalltag zu entfliehen und in eine andere Welt einzutauchen.

Der Eintritt ist frei.

 

Vergangene Ausgaben

Dr. Heinz Höfchen bei einer Führung in der Ständigen Sammlung des mpk. Foto und © mpk
Dr. Heinz Höfchen bei einer Führung in der Ständigen Sammlung des mpk. Foto und © mpk

Mittwoch, 17.05.2017, 12.30 Uhr (Eintritt frei)

Omelette surprise – Ein Überraschungsbild

Gespräch in der Ständigen Sammlung
Dr. Heinz Höfchen

Auf den Punkt gebracht wird in diesem Gespräch natürlich nicht die kulinarische Verwandlung eines gebackenen Soufflés in ein kaltes Eisdessert...serviert wird stattdessen ein Überraschungsbild, das man vielleicht noch nie oder lange nicht gesehen hat. Man darf gespannt sein, welches Meisterwerk besprochen wird. Garantiert ist jedenfalls viel Spaß mit Kunst zur Mittagszeit!

Abb.: Dr. Heinz Höfchen bei einer Führung in der Ständigen Sammlung des mpk. Foto und © mpk

Linda Karshan, Ohne Titel, 1996, Bleistift, mpk, Graphische Sammlung, Foto mpk, © Linda Karshan
Linda Karshan, Ohne Titel, 1996, Bleistift, mpk, Graphische Sammlung, Foto mpk, © Linda Karshan

Mittwoch, 03.05.2017, 12.30 Uhr (Eintritt frei)

Schnittpunkte
Gespräch in der Ausstellung „Schnittstellen - Bestandsprobe IV"

Dr. Heinz Höfchen

Durch Schnittstellen horizontaler und vertikaler Linien entstehen Gitter - sie bilden ein Netzwerk rechteckiger Formen, seriell beliebig erweiterbar, in enger ode rweiter Bindung jeweils als Ausdruck bestimmter Absichten oder Gefühle. Obwohl rein geometrischer Natur und in ihrer Dinglichkeit kaum zeichenhaft besetzt, empfinden wir enge Gitterformen als bedrohlich Die weiten Formen als großzügig, offen und positiv. Das archaische Netzwerk steht für Zusammenhalt, es ist die Ordnung der Linien und ihre überlegte Fügung zur Form.

In unserer großartigen Zeichnung von Linda Karshan istbeispielhaft die Suche des künstlerischen Weges von Punkt und Linie über die Schnittpunkte zur Gitterform nachvollziehbar. Sie wird im Gespräch thematisiert und sozusagen auf den Punkt gebracht.

 

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